
In Ibiza-Stadt steht die Einführung der ersten kommunalen Fußballschule für Mädchen kurz bevor. Laut Informationen der Tageszeitung Diario de Ibiza will das Rathaus mit einem Pilotprojekt den Mädchen- und Jugendfußball auf lokaler Ebene stärken. Der Start ist ab Ostern vorgesehen. Sportstadträtin Catiana Fuster hofft, dass das Projekt nach der Pilotphase dauerhaft fortgeführt werde. Ein zentrales Problem sei laut Fuster, dass viele Mädchen gezwungen seien, in andere Gemeinden auszuweichen, um Fußball spielen zu können. Dieser zusätzliche Aufwand führe häufig dazu, dass einige von ihnen frustriert aufgeben. Weitere Details zur neuen Schule wollte die Stadträtin noch nicht nennen. „Wir haben alles vorbereitet, können der Presse derzeit aber noch keine weiteren Informationen geben“, erklärte sie.
Der Bürgermeister von Ibiza, Rafael Triguero, ergänzte hingegen, dass die kommunale Mädchenfußballschule in Can Misses angesiedelt sein werde. Ziel sei es, sowohl den Breitenfußball für Mädchen als auch die Wettbewerbe des Verbands auf Insel- und Regionalebene zu fördern. Die Ankündigung fällt zeitlich mit der Eröffnung der Sportanlagen von Can Misses III zusammen, die seit Mittwoch als Trainingszentrum für die Nachwuchsauswahlen von Ibiza und Formentera – sowohl männlich als auch weiblich – dienen. Zuvor fanden diese Trainingseinheiten wechselnd auf verschiedenen Sportanlagen der Insel statt Im Zusammenhang mit einer Vereinbarung mit dem Verband anlässlich dessen Jubiläums betonte Triguero erneut die Bedeutung des Mädchenfußballs. Es sei notwendig, den Vereinen mehr Anreize zu bieten, um Chancen und Strukturen für Mädchen zu schaffen.
Auch die Auswahltrainerin der weiblichen U‑12-Auswahl von Ibiza und Formentera, Ana Queirolo, zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung. Es sei ein langer Weg gewesen, zwei Altersklassen – U‑12 und U‑14 – aufzubauen. Angesichts der positiven Resonanz sei sogar die Einrichtung einer U‑16-Auswahl denkbar. „Das hat vor vier oder fünf Jahren begonnen, und wir machen kontinuierlich weiter“, erklärte sie. Mehrere der jungen Spielerinnen äußerten ihre Freude über das neue Angebot. Viele von ihnen spielen bislang in gemischten Teams mit Jungen.












