
Auf Ibiza tritt an diesem Montag das zweite Jahr der Begrenzung von Fahrzeugen in Kraft. Ziel der Maßnahme des Inselrats ist es, die starke Verkehrsbelastung während der touristischen Hochsaison weiter zu reduzieren. Nach den aus Sicht der Behörden positiven Ergebnissen des Vorjahres wird das erlaubte Fahrzeugkontingent nun deutlich stärker gesenkt als ursprünglich geplant. Nach Angaben des Consell d’Eivissa wurden im vergangenen Sommer rund 32.000 Fahrzeuge weniger registriert als zuvor. Gleichzeitig verzeichnete das öffentliche Verkehrsnetz einen Anstieg der Fahrgastzahlen um nahezu 20 Prozent. Dies entspreche täglich etwa 1.500 bis 2.000 Fahrzeugen weniger auf den Straßen der Insel.
In diesem und im kommenden Sommer dürfen insgesamt 17.668 Fahrzeuge auf die Insel gelangen. Das sind 2.500 weniger als im Vorjahr. Ursprünglich war eine schrittweise Reduzierung über fünf Jahre vorgesehen. Aufgrund der Erfahrungen aus dem Jahr 2025 wurde dieser Zeitplan jedoch deutlich beschleunigt, so die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera. Von den verfügbaren Genehmigungen entfallen 14.000 Fahrzeuge auf Mietwagenunternehmen, rund 2.000 weniger als im vergangenen Jahr. Weitere 3.548 Plätze sind für Touristen vorgesehen, 120 für Bewohner Formenteras. Gleichzeitig erhalten Mietwagenfirmen mehr Planungssicherheit, da das neue Kontingent erstmals für zwei Jahre gilt. Neu ist außerdem, dass An- und Abreisetage künftig nicht mehr auf die erlaubte Aufenthaltsdauer angerechnet werden. Zudem werden Personen, die länger als 18 Tage auf der Insel bleiben, zwar weiterhin die entsprechende Gebühr zahlen müssen, belegen jedoch keinen Platz innerhalb des Kontingents. Für Reisende mit eigenem Fahrzeug soll das Verfahren ebenfalls vereinfacht werden. Wer Hin- und Rückfahrt mit einer Fährgesellschaft gebucht hat, muss sich laut Inselrat nicht selbst um die erforderlichen Genehmigungen kümmern. Die Reedereien übernehmen die Abwicklung und die Zahlung der entsprechenden Gebühr.
Zusätzlich plant der Inselrat den Ausbau der Verkehrsüberwachung. Zu den bereits vorhandenen Kennzeichenerfassungssystemen im Hafen sollen rund 30 weitere Kameras hinzukommen. Die gesammelten Daten sollen künftig helfen, sensible Bereiche wie ses Salines oder Cala d’Hort gezielter zu schützen und den Verkehrsfluss auf der Insel besser zu steuern.















