
Die Stadt Ibiza steckt über neun Millionen Euro in die Sanierung der historischen Viertel. Bürgermeister Rafa Triguero erklärte laut der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera, dass die Arbeiten am Camí del Calvari, an der Peixateria und am Mercat Vell bis zum ersten Quartal 2026 abgeschlossen sein sollen. Noch unklar sei dagegen, wann das Hotel Parador de Dalt Vila eröffnet wird.
Derzeit laufen sechs Bauprojekte, zwei weitere sollen in den kommenden Wochen beginnen. „Die Transformation der Stadt hat begonnen. Mit Investitionen in die Peixateria, den Mercat Vell, die Calle Santa Maria, die Calle sa Carrossa, die Calle General Balanzat und die Plaza Vila wird neues Leben in diese Viertel zurückkehren“, betonte Triguero. Begleitet wurde er bei einem Baustellenbesuch vom balearischen Tourismusminister Jaume Bauzà und der Inselrätin Maria Fajarnés, deren Institutionen die Arbeiten finanziell unterstützen.
Die Arbeiten am Camí del Calvari, die Ende Juli begannen, schreiten schnell voran: 80 % der Infrastruktur sind bereits verlegt, Bordsteine gesetzt und der Bau der Steinmauer fast fertig. Investiert werden über 2,5 Millionen Euro, davon ein Teil aus dem Fonds für nachhaltigen Tourismus. Geplant sind zwei neue Aussichtspunkte, eine schattige Plaza und ein erweiterter Parkplatz.
Die Sanierung des Mercat Vell, mit einem Budget von knapp 580.000 Euro, startete Anfang September. Ziel sei es, die historische Optik des Bauwerks von 1872 wiederherzustellen, die Stände neu zu ordnen und moderne Infrastruktur einzubauen. Künftig wird es weniger, aber größere Verkaufsstände sowie Lager- und Sanitärbereiche geben.
Für die Peixateria sind 1,8 Millionen Euro vorgesehen. Das Gebäude soll zu einem multifunktionalen Kulturzentrum werden. Architekt Toni Huguet erklärte, dass die ursprüngliche Fassade erhalten bleibe, während innen ein offener Raum von 400 Quadratmetern ohne störende Säulen für Ausstellungen, Tanzaufführungen oder Konzerte entstehe.
Außerdem wurde das neue archäologische Labor von Sa Pedrera eröffnet. Mit fast 100.000 Euro finanziert, dient es künftig als Lager für Funde aus Bauprojekten und beherbergt die Arbeit von Archäologie-Stipendiaten, die derzeit zahlreiche Keramikfunde katalogisieren.












