
Mit einer ausverkauften Modenschau im Club 528 Ibiza setzt die Initiative Ibiza Inclusion auch in diesem Jahr ein starkes Zeichen für gesellschaftliche Teilhabe und Vielfalt. Die sechste Ausgabe der Veranstaltung findet an diesem Freitag, 22. Mai, um 19 Uhr statt. Die Einnahmen gehen an die Asociación de Deporte Adaptado de Ibiza y Formentera (Addif), dem Sportverein für Menschen mit Behinderung auf Ibiza und Formentera. Mehr als 40 Models nehmen an der diesjährigen Ausgabe teil – so viele wie noch nie zuvor. Neben professionellen Models laufen auch Teilnehmer von Addif sowie erstmals Menschen aus dem Beschäftigungsprogramm der Gemeinde Sant Antoni über den Laufsteg. Moderiert wird die Veranstaltung erneut von der Journalistin Irene Villa, so die Tageszeitung Diario de Ibiza.
„Das ist weit mehr als eine Modenschau – es ist ein Zeichen für die Vielfalt von Schönheit.“, erklärte Emma Torres, Gründerin und CEO von Ibiza Inclusion, bei der Präsentation des Events. Ziel sei es, das Thema Inklusion dauerhaft sichtbarer zu machen und künftig das ganze Jahr über weitere Aktivitäten und Workshops anzubieten – darunter auch Musiktherapie und soziale Projekte. Besondere Aufmerksamkeit erhielt bei der Präsentation das Model Adriana Pérez. Die Spanierin hatte 2023 infolge eines septischen Schocks mehrere Amputationen erlitten und veröffentlichte inzwischen ihr Buch „Más allá del cuerpo“, sinngemäß „Über den Körper hinaus“. Pérez sprach offen über ihre Erfahrungen und bezeichnete die schwere Zeit als schmerzhaften, aber zugleich wichtigen inneren Wandel. Man müsse manchmal harte Erlebnisse durchmachen, um das Leben aus einer anderen Perspektive zu sehen. Auch Vertreter verschiedener Gemeinden sowie Sozial- und Sportpolitiker der Insel nahmen an der Vorstellung teil. Immer wieder wurde betont, dass Inklusion nicht nur Aufgabe der öffentlichen Verwaltung sei, sondern auch stärker von privaten Unternehmen getragen werden müsse. Für die musikalische Begleitung der Veranstaltung sorgt der ibizenkische Singer-Songwriter Marc Cuevas. Die Organisatoren hoffen langfristig darauf, dass Veranstaltungen wie Ibiza Inclusion eines Tages nicht mehr gesondert hervorgehoben werden müssen, weil gesellschaftliche Gleichberechtigung selbstverständlich geworden ist.















