
Die Tageszeitung Diario de Ibiza berichtet unter Berufung auf US-Medien, dass Ibiza in Unterlagen aus dem Umfeld des Falles Jeffrey Epstein erwähnt wird. Der Aufsichtsausschuss des US-Repräsentantenhauses hat tausende Seiten von E-Mails des verstorbenen Straftäters öffentlich gemacht – darunter Korrespondenzen, in denen die Insel explizit genannt wird.
In einer Nachricht vom 23. Juli 2010 teilt ein Geschäftspartner Epstein mit, dass er sich auf Ibiza befinde: Er sei „mit Tigrane und acht Top‑Models“ auf der Insel und dieser wolle Epstein treffen. Zudem verfüge man über „ein riesiges Haus“ und lade ihn ein, nach Ibiza zu kommen. Einige Stunden später schlägt derselbe Absender vor, Epstein könne Flugtickets nach Paris für „Tigrane und fünf Mädchen“ schicken, da Rückflüge ab Barcelona vorhanden seien.
Die Dokumente listen zahlreiche Reisen, Treffen und den Austausch über Modelle und Begleitungen an unterschiedlichen Orten der Welt auf – darunter eben auch Ibiza.
Zugleich betonen die Unterlagen ausdrücklich, dass es keine Hinweise darauf gebe, dass andere prominente Namen wie Donald Trump in diesem Zusammenhang an Treffen oder Ereignisse beteiligt gewesen seien. Der ehemalige Unternehmer und heutige US‑Präsident werde in den veröffentlichten E‑Mails zwar erwähnt, jedoch ohne belastende Bezüge.
Die Veröffentlichung der Korrespondenz sorgt in den USA weiter für Diskussionen über das Netzwerk des 2019 in Haft verstorbenen Straftäters und dessen tatsächliche Reichweite.















