
Die Folgen des Unwetters halten Ibiza weiterhin in Atem. Verschiedene Bereiche der Insel sind betroffen, von beschädigten Infrastrukturen über den Bildungssektor bis hin zu blockierten Straßen. ———>HIER<———- ein Liveticker der Tageszeitung Diario de Ibiza, der über die Neuesten bei den Überschwemmungen berichtet.
Die spanische Regierung hat schnelle Unterstützung zugesagt. Der Delegierte der Regierung auf den Balearen, Alfonso Rodríguez Badal, versprach, das Verfahren zur Anerkennung Ibizas als Katastrophengebiet zügig einzuleiten. Sobald Stadtverwaltung und Consell Insular die Liste der Schäden übermittelt haben, wird der Bericht an die zuständigen Ministerien weitergeleitet. Damit können die staatlichen Hilfsgelder freigegeben werden. Bei seinem Besuch auf der Insel beteiligte sich Rodríguez an einer Sitzung des Cecopi, besuchte betroffene Gebiete und betonte, dass Spanien beim Wiederaufbau an der Seite Ibizas stehen werde. Er würdigte auch den Einsatz von Polizei, Militär und der Unidad Militar de Emergencias (UME), die „entscheidend“ gewesen seien, um die Bevölkerung zu schützen.
Währenddessen übte der Lehrergewerkschaftsverband UGT Ensenyament scharfe Kritik an der Krisenbewältigung im Bildungsbereich. Die Gewerkschaft sprach von einem „völlig unkoordinierten und unzureichenden“ Vorgehen der Institutionen. Besonders bemängelt wurde, dass die rote Wetterwarnung erst mittags ausgesprochen wurde, als Teile der Stadt bereits überflutet waren. Familien erhielten widersprüchliche Anweisungen zur Abholung ihrer Kinder, und Schulen standen zeitweise ohne klare Vorgaben da. UGT fordert nun eine umfassende Analyse des Vorgehens und klare, funktionierende Protokolle für zukünftige Notfälle, damit „Improvisation nicht wieder Leben gefährdet“.
Parallel dazu arbeiten die Einsatzkräfte weiter auf Hochtouren. Soldaten der UME räumten einen der Hauptzugänge zu Platja d’en Bossa frei, der völlig überflutet war. Besonders betroffen ist die Umgebung des Nassau Beach Clubs, wo die Arbeiten bis tief in die Nacht andauerten und am Donnerstag fortgesetzt wurden. Auch Sportanlagen wie das Polideportivo Can Guerxo blieben teilweise geschlossen, während die Schule in Sant Jordi inzwischen wieder normal geöffnet hat.
Die Folgen des Unwetters machen sich auch im Alltag bemerkbar. Ein Bericht schildert eindrücklich die chaotische Verkehrssituation: Für eine Fahrt von nur 16 Kilometern von es Pratet zum Flughafen benötigte ein Autofahrer am Mittwoch ganze zwei Stunden. Überflutete Tunnel, blockierte Straßen und improvisierte Umleitungen führten zu kilometerlangen Staus und viel Unsicherheit. Selbst nach Abflug der Passagiere blieben Rückfahrten beschwerlich, da viele Straßen weiterhin unpassierbar oder gesperrt waren.
Fazit: Die Situation auf Ibiza bleibt angespannt, so die Tageszeitung. Während Regierung und Einsatzkräfte Hilfen zusichern und aufräumen, wächst die Kritik an unklaren Entscheidungen. Schulen, Anwohner und Betriebe kämpfen noch immer mit den Folgen – und hoffen auf eine schnelle Rückkehr zur Normalität.
















