
Ein gemeinsamer Einsatz von Policía Nacional, Guardia Civil und spanischer Steuerbehörde hat einen der größten Schläge gegen Drogenhandel und Geldwäsche auf den Balearen geführt.
Nach Angaben der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera nutzte die kriminelle Organisation Ibiza als Umschlagplatz: Die Drogen wurden vor der Insel zusammengeführt und von dort nach Mallorca, auf das spanische Festland und in andere EU-Länder transportiert.
Bei 13 Hausdurchsuchungen und 15 Festnahmen – darunter der ehemalige Leiter der Drogeneinheit der Policía Nacional auf den Balearen, Faustino Nogales – wurden insgesamt 1.372 Kilo Kokain sichergestellt. Bereits am 9. Juli hatten Ermittler 675 Kilo Kokain in einem Lkw entdeckt, was den jüngsten Zugriff auslöste, bei dem weitere 686 Kilo gefunden wurden.
Zusätzlich beschlagnahmten die Beamten 200 Kilo Haschisch sowie 2.500 Kilo derselben Droge, die zuvor in einem Kühllastwagen im Hafen von Ibiza auf dem Weg nach Valencia versteckt aufgefunden worden waren.
Die Ermittler stießen außerdem auf eine Plantage mit 1.000 Marihuanapflanzen, acht Luxusautos, zwei Motorräder, ein Jetski, sechs Luxusuhren, vier Kunstwerke, vier scharfe Schusswaffen mit reichlich Munition, zwei Schreckschusswaffen und mehrere Schalldämpfer.
Der Bargeldfund belief sich auf 1.409.000 Euro. Laut Polizei war die Gruppe mit internationalen kriminellen Netzwerken verbunden.










