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Weltkulturerbe

Ibiza, 25 Jahre Weltkulturerbe – Geschichte zum Anfassen

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Die Posidonia ist der am längsten lebende Organismus der Welt. Einige Exemplare sind mehr als hunderttausend Jahre alt. Quelle: ISTOCK, Diario de Ibiza
Die ummauerte Stadt Dalt Vila, eine der beeindruckendsten Anlagen des Mittelmeers, ist ein lebendiges Zeugnis der Geschichte Ibizas, berichtete die Tageszeitung Diario de IbizaVorwiegend im 16. Jahrhundert unter der Herrschaft von Philipp II. errichtet, sollte sie die Insel vor Piratenangriffen schützen. Die imposanten Renaissance-Mauern, die noch heute zu den ikonischsten Symbolen der Insel gehören, sind weltweit unter den am besten erhaltenen.Ein Spaziergang durch die gepflasterten Gassen von Dalt Vila bedeutet, durch Jahrhunderte der Geschichte zu laufen. Am Haupteingang, dem Portal de ses Taules, taucht der Besucher in ein Labyrinth aus schmalen Gassen ein, das zu der im 13. Jahrhundert erbauten Kathedrale Santa María und zur Burg auf dem Gipfel führt. Von einigen der Bastionen bietet sich ein spektakulärer Blick auf den Hafen der Stadt und das Mittelmeer.

Die Bedeutung von Dalt Vila beschränkt sich nicht nur auf den architektonischen Wert. Die Stadt zeugt von zahlreichen Zivilisationen, von den Phönikern über die Römer bis zu den Muslimen, die ihr kulturelles und künstlerisches Erbe hinterlassen haben.

Unter den kristallklaren Gewässern rund um Ibiza befindet sich eine der wertvollsten Naturwunder des Planeten: die Seegraswiesen der Posidonia oceanica. Dieses marine Ökosystem ist entscheidend für die Gesundheit des Mittelmeers. In der Bucht von Talamanca dienen die ausgedehnten Posidonia-Flächen nicht nur als Heimat einer großen Biodiversität, sondern wirken auch als natürlicher Filter, der das Wasser klar und sauber hält.

Die Posidonia oceanica ist der älteste lebende Organismus der Welt, einige Exemplare sind über hunderttausend Jahre alt. Ihre Fähigkeit, Kohlendioxid zu absorbieren, trägt erheblich zum Klimaschutz bei. Darüber hinaus schützt ihre Anwesenheit die Küsten der Insel vor der Erosion.

Die Nekropole Puig des Molins, in der Nähe der Mauern von Dalt Vila gelegen, ist der größte und am besten erhaltene phönizisch-punische Friedhof des Mittelmeers. Diese archäologische Stätte bietet einen faszinierenden Einblick in die Glaubensvorstellungen und Bestattungssitten der alten Zivilisationen, die die Insel bewohnten.

Gegründet von den Phönikern im 7. Jahrhundert v. Chr., umfasst die Nekropole über dreitausend Gräber, die in den Fels gehauen sind, sogenannte Hypogäen. Diese unterirdischen Kammern wurden genutzt, um die Leichen der Verstorbenen zusammen mit persönlichen Gegenständen und Opfergaben abzulegen. Einige der bedeutendsten Funde sind im Museum vor Ort ausgestellt.

Im benachbarten Gemeindegebiet von Sant Josep gehört auch die phönizische Siedlung Sa Caleta zur als Weltkulturerbe anerkannten Einheit. Die im 8. Jahrhundert v. Chr. gegründete Siedlung ist der älteste Nachweis menschlicher Präsenz auf der Insel. Sie war ein wichtiger Handelsknotenpunkt im Mittelmeer, bevor sich die Stadt Eivissa als Hauptzentrum etablierte.

Die Erklärung dieser Stätten zum Weltkulturerbe vor 25 Jahren unterstrich nicht nur ihre kulturelle und natürliche Bedeutung, sondern auch die Notwendigkeit, sie für die kommenden Generationen zu schützen und zu bewahren.

 

La posidonia es el organismo vivo más longevo del mundo. Algunos ejemplares tienen más de cien mil años de vida. | ISTOCK

Die Posidonia ist der am längsten lebende Organismus der Welt. Einige Exemplare sind mehr als hunderttausend Jahre alt. | ISTOCK

El patio de armas del recinto amurallado de Dalt Vila. | SALVATORE AQUILANI - AYUNTAMIENTO DE EIVISSA
Der Exerzierplatz der ummauerten Anlage von Dalt Vila. | Quelle: SALVATORE AQUILANI – STADTRAT VON EIVISSA
Las praderas de posidonia son hogar de numerosas especies. | JOAN COSTA

Die Posidonia-Wiesen beherbergen zahlreiche Arten. | Quelle: JOAN COSTA

Vista del puerto de Eivissa y de la ciudad amurallada de Dalt Vila con la catedral de Santa María en lo más alto. | SALVATORE AQUILANI - AYUNTAMIENTO DE EIVISSA
Blick auf den Hafen von Eivissa und die ummauerte Stadt Dalt Vila mit der Kathedrale Santa María. | Quelle: SALVATORE AQUILANI – STADTRAT VON EIVISSA

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El poblado fenicio de sa Caleta, ubicado en el término municipal de Sant Josep. | VICENT MARÍ
Die phönizische Stadt Sa Caleta liegt in der Gemeinde Sant Josep. | VICENT MARÍ
Puig des Molins es la necrópolis fenicio-púnica más extensa del Mediterráneo. | ISTOCK
Puig des Molins ist die größte phönizisch-punische Nekropole im Mittelmeerraum. | ISTOCK
Uno de los hipogeos descubiertos en la Necrópolis de Puig des Molins. | ISTOCK
Einer der in der Nekropole Puig des Molins entdeckten Hypogäume (Grabräume) | ISTOCK

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