
Der neue städtische Bebauungsplan von Sant Antoni sieht die Errichtung von Hotels in der zweiten Reihe der Playa de s’Arenal vor – obwohl es sich um ein Überschwemmungsgebiet handelt. Laut der Tageszeitung Diario de Ibiza umfasst das Projekt das Areal zwischen den Torrents es Buscastell und es Regueró sowie den Bereich rund um die Diskothek Es Paradís bis hin zum Kreisverkehr vor dem Lidl.
Auch auf dem Grundstück, das derzeit als öffentlicher Parkplatz genutzt wird, soll künftig ein Hotel stehen. Geplant sind mehrere Parzellen für Hotelprojekte, ergänzt durch Parkflächen und eine öffentliche Grünzone entlang der Avenida Doctor Fleming.
In den Planungsunterlagen ist vermerkt, dass es sich um eine Zone mit möglichem Hochwasserrisiko handelt. Dennoch heißt es lediglich, dass dieser Aspekt „bei der Urbanisierung berücksichtigt“ werden müsse. Ein Bericht des Umweltwissenschaftlers und Juristen Vicent Prats aus dem Jahr 2013 warnte bereits, dass eine Bebauung die natürliche Ableitung von Wasser zum Meer blockieren und das Risiko bei zukünftigen Überschwemmungen erhöhen könne. Seine Studie, ausgezeichnet mit dem Preis Nit de Sant Joan des Institut d’Estudis Eivissencs, erinnerte an die Flut vom 10. August 1947, bei der das Wasser in Sant Antoni bis zu einem Meter hoch stand.
Bereits in der vergangenen Legislaturperiode hatte die Balearenregierung versucht, solche „falschen Städtezonen“ neu zu klassifizieren. Um eine Degradierung zu verhindern, verabschiedete der Gemeinderat von Sant Antoni Ende Dezember 2021 kurzfristig eine Änderung des alten Plans von 1987.
Kritik kommt aus den Reihen der Opposition: Vertreter der linken Parteien sprechen von einem nicht nachhaltigen Urbanismus, während Vox von einem „Pelotazo“ spricht – einem fragwürdigen Baugeschäft.
Zusätzlich wird im neuen PGOU die Nutzung von Wohnblocks in der Avenida Doctor Fleming angepasst: Sie sind bislang als Hotelgelände ausgewiesen, sollen künftig jedoch als Wohnungen genutzt werden.















