
Die Hoteliersvereinigung der Bucht von Sant Antoni zog auf ihrer Jahresversammlung eine insgesamt positive Bilanz der laufenden Saison. Zwar sei die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Besucher von fünf Tagen im Jahr 2024 auf nur noch dreieinhalb Tage gesunken, dennoch sprechen die Unternehmer von einer guten Saison. Allerdings stellen sie eine Veränderung im Besuchertyp fest: Der „feierfreudigere Tourist“ sei zurückgekehrt, wie er seit Jahren nicht mehr in der Gemeinde anzutreffen gewesen wei, so die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera.
Die Präsidentin Ana Gordillo erklärte, die Hotels von Sant Antoni und der Bucht hätten in diesem Sommer die besten Auslastungszahlen der ganzen Insel erreicht. Lediglich im Mai sei ein Rückgang von drei Punkten im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet worden. „In den Hochsaison-Monaten lagen die Zahlen sogar über denen von 2024, was auf das gute Preis-Leistungs-Verhältnis zurückzuführen ist“, so Gordillo.
Neben der Bilanz standen auch die tragischen Unfälle mehrerer junger Urlauber, die in Sant Antoni von Gebäuden stürzten, im Fokus der Diskussion. Gordillo betonte, es müsse verstärkt gegen solche Exzesse vorgegangen werden – nicht nur in Sant Antoni, sondern auf der ganzen Insel. Sie forderte mehr Kontrollen und zusätzliche Einsatzkräfte der Sicherheitsbehörden.
Die Hoteliers kritisierten außerdem die Belastung durch öffentliche Bauarbeiten während der Saison. „Die gezeigte Außenwirkung war nicht gut. Man muss für die kommenden Jahre besser planen“, erklärte Gordillo. Weitere Forderungen betrafen den Kampf gegen den Straßenverkauf sowie den Handel mit Lachgas (Distickstoffmonoxid), der trotz zahlreicher Beschwerden nicht eingedämmt werden konnte.
Trotz dieser Probleme bleibt das Fazit der Unternehmer positiv: Der Sommer sei für Sant Antoni erfolgreich verlaufen.










