
Viele Hotels auf Ibiza bereiten sich derzeit intensiv auf die Sommersaison 2026 vor. Während die meisten Häuser erst nach Ostern öffnen wollen, laufen bereits umfangreiche Wartungsarbeiten und Umbauten, so die Tageszeitung Diario de Ibiza. Ein besonders bemerkenswertes Projekt betrifft das ehemalige Hostal Royal in Sant Antoni. Die Hotelkette Vibra Hotels plant dort einen vollständigen Umbau: Das Gebäude in der Calle Progreso soll künftig 12 Apartments für Mitarbeiter beherbergen. Rund 30 Beschäftigte könnten dort untergebracht werden. Hintergrund ist der weiterhin akute Wohnraummangel für Saisonkräfte auf der Insel. Die Kette kündigte zudem an, im kommenden Jahr möglicherweise auch das seit Jahren geschlossene Hostal Picadilly in der Nähe des Mercadona‑Supermarktes in Sant Antoni zu Unterkünften für Personal umzubauen.
Neben dieser Umnutzung laufen auch zahlreiche Modernisierungen in bestehenden Hotels. Im Hotel Vibra Mare Nostrum in Platja d’en Bossa werden die Außenanlagen komplett neu gestaltet. Geplant ist ein Ensemble aus vier Pools, die das Gebäude umgeben. Gleichzeitig werden die Becken flacher und wassersparender gebaut – eine Reaktion auf die Dürreperioden der vergangenen Jahre. Im Hotel Vibra Yamm Sunset in Sant Antoni entsteht außerdem ein neues Restaurant mit Terrasse, das speziell auf Sonnenuntergänge ausgerichtet ist. Auch die Hotelgruppe Palladium arbeitet an großen Veränderungen. Das frühere Hard Rock Hotel in Platja d’en Bossa wird umgebaut und soll künftig unter der Marke Bless Ibiza The Site als Fünf‑Sterne‑Hotel betrieben werden. Die Eröffnung ist bereits für diese Saison geplant. Ein weiteres Großprojekt betrifft das ehemalige Hotel Palmyra in Sant Antoni an der Avenida Doctor Fleming. Dort entsteht ein neues Hotel der Marke Only You, dessen Eröffnung für 2027 vorgesehen ist.
Parallel zu diesen Umbauten führen viele Hotels umfangreiche Instandhaltungsarbeiten durch. Laut der Hotelvereinigung von Ibiza und Formentera müssen Zimmer gereinigt, Anlagen überprüft, Maschinen getestet und Inventare kontrolliert werden. Die Kosten für diese Vorbereitungen sind beträchtlich. Nach Schätzungen der Hotelvereinigung können sie zwischen 20 und 40 Prozent der monatlichen Betriebskosten eines Hotels ausmachen – abhängig von Größe und Anzahl der Zimmer. In einigen Hotels, vor allem in Platja d’en Bossa und im Bereich Botafoc, wurden die Arbeiten zusätzlich durch Schäden nach den starken Herbststürmen des vergangenen Jahres beeinflusst. Dort mussten unter anderem Feuchtigkeitsschäden, Wasseransammlungen und Leitungen überprüft werden. Neben den baulichen Herausforderungen beobachten Unternehmer die internationale Lage mit Sorge. Der Geschäftsführer der Hotelvereinigung, Manuel Sendino, erklärte, dass Konflikte im Nahen Osten zwar die aktuelle Saisonplanung nicht direkt beeinflussen, aber dennoch Unsicherheit über steigende Kosten verursachen. Auch Vertreter der Hotelbranche rechnen damit, dass Treibstoff‑ und Lebensmittelpreise steigen könnten – Faktoren, die sich langfristig auch auf den Tourismussektor auswirken könnten.











