
Nach der Auflösung einer illegalen Großveranstaltung in einer Villa in Buscastell (wir berichteten in der Presseschau, Anm. d. Red.) bereitet die Gemeinde Sant Antoni eine Geldstrafe in Höhe von 300.000 Euro gegen die Verantwortlichen vor. Laut Informationen der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera handelt es sich dabei um den Höchstbetrag, den das balearische Gesetz für solche Verstöße vorsieht. Die illegale Party war in der vergangenen Woche von den Behörden gestoppt worden. Rund 1.000 Besucher befanden sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Anwesen. Vizebürgermeisterin Neus Mateu erklärte, dass die Gemeinde sofort reagiert habe und mehrere Streifen der Ortspolizei sowie die Guardia Civil und die zuständigen Inspektoren hinzugezogen worden seien, um alle relevanten Beweise zu sichern. Nach Angaben der Gemeinde ist das Sanktionsverfahren nahezu abgeschlossen. Allerdings werde weiterhin geprüft, welche Personen konkret beteiligt waren. Dabei geht es nicht nur um den Veranstalter, sondern möglicherweise auch um den Eigentümer der Villa. Alle Verantwortlichkeiten müssten rechtssicher nachgewiesen werden, bevor die endgültigen Strafen verhängt werden können.
Mateu räumte ein, dass die Einsatzkräfte bei der Kontrolle auch etwas Glück gehabt hätten. Oft würden Sicherheitskräfte oder Veranstalter den Zutritt erschweren. In diesem Fall habe der Promoter jedoch auf Aufforderung mit den Behörden kooperiert. Dadurch sei die Dokumentation des Falls deutlich erleichtert worden. Zusätzlich will die Gemeinde gemeinsam mit dem Consell d’Eivissa prüfen, ob aufgrund von Verstößen auf ländlichem Boden oder möglicher illegaler Aktivitäten weitere Sanktionen verhängt werden können. Die Ermittlungen zeigten, dass die Veranstaltung professionell organisiert war. In der Nähe von Forada waren mehrere Treffpunkte eingerichtet worden, von denen Shuttlefahrzeuge die Gäste zur Villa brachten. Vor Ort gab es Parkeinweiser, mobile Toiletten, Stromgeneratoren sowie eine komplette Infrastruktur, wie sie normalerweise bei großen Events zu finden ist. Auf dem Gelände stellten die Beamten verschiedene Musikbereiche, mehrere Bars, einen Gastronomiebereich, ein transportables Karussell sowie eine medizinische Versorgungsstation mit Ambulanz und Sanitätspersonal fest. Alle Besucher trugen Zugangsbänder. Das musikalische Programm umfasste bis zu 15 DJs, darunter international bekannte Namen wie Bedouin, Dennis Cruz, Seth Troxler und Nico Bernardini. Besonders brisant ist laut der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera, dass die Villa über keine Genehmigung für touristische oder veranstaltungsbezogene Nutzungen verfügt. Auf ihrer Internetseite wird das Anwesen als Unterkunft mit sieben Schlafzimmern für bis zu 14 Gäste beworben. Die Durchführung einer Veranstaltung mit rund 1.000 Teilnehmern lag damit weit außerhalb der erlaubten Kapazität.











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