
Heftige Sturmböen haben am Mittwoch auf Formentera erhebliche Schäden verursacht. Im Hafen von la Savina wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 117 Kilometern pro Stunde gemessen. Infolge der extremen Bedingungen wurden in s’Estany des Peix mindestens drei Boote aus ihren Verankerungen gerissen und an die Ufer des Binnengewässers gedrückt. Ein viertes Motorboot drohte am späten Nachmittag zu sinken, nachdem es sich während des Verbleibs am Anker mit Wasser gefüllt hatte. Zahlreiche Bootsbesitzer begaben sich im Laufe des Tages besorgt in das Gebiet, um den Zustand ihrer Boote zu überprüfen. Dabei wurde erneut Kritik an den Verankerungssystemen laut, die vom Consell Insular installiert wurden und bereits bei früheren Unwettern nicht standgehalten hätten. Nach Angaben von Anwohnern war eines der an Land getriebenen Boote ohne Genehmigung und auf eigene Verantwortung festgemacht worden, so die Tageszeitung Diario de Ibiza.
Doch nicht nur die Schifffahrt war von dem Unwetter betroffen. In la Savina riss der Wind am Mittwochnachmittag die Terrassenüberdachung eines bekannten Restaurants in erster Meereslinie los. Trümmerteile landeten auf dem Gehweg nahe der Fahrbahn. Die Feuerwehr von Formentera sperrte den Bereich ab, bis die herabgefallenen Teile entfernt werden konnten. Das Unwetter ist Teil einer Serie von Wetterereignissen, die in den vergangenen Tagen zu weiteren Einschränkungen auf den Inseln geführt haben, darunter Unterbrechungen im Fährverkehr zwischen Ibiza und Formentera sowie sicherheitsbedingte Schließungen einzelner Einrichtungen.











