
Der Inselrat und die Gemeinden auf Ibiza gehen künftig deutlich härter gegen Caravans und Wohnmobile vor, die auf ländlichen oder urbanen Flächen als Unterkunft genutzt werden. Bei einem außerordentlichen Treffen wurde beschlossen, die Kontrollen auf der gesamten Insel stärker zu koordinieren und Verstöße konsequenter zu ahnden, so die Tageszeitung Diario de Ibiza. Hintergrund sei die zunehmende Zahl von Menschen, die wegen der angespannten Wohnsituation auf Ibiza in Fahrzeugen leben. Laut Inselrat wurden im Jahr 2025 insgesamt 13 Anzeigen wegen illegal abgestellter Caravans auf rustikalem Boden registriert. Im laufenden Jahr 2026 sind es bereits 17 Fälle. Zusätzlich wurden zwischen Februar und Anfang Mai insgesamt 56 Warnhinweise an Fahrzeuge verteilt. Viele Fahrer hätten ihre Fahrzeuge nach den ersten Hinweisen freiwillig entfernt. Dennoch laufen derzeit bereits 14 Bußgeldverfahren mit möglichen Strafen zwischen 10.001 und 30.000 Euro. Besonders betroffen seien geschützte Naturzonen, Küstenbereiche und Waldflächen.
Inselratspräsident Vicent Marí erinnerte daran, dass bereits Ende 2024 ein neues Gesetz veröffentlicht wurde. Dieses schreibt vor, dass alle Caravans, die zwischen dem 1. Juni und dem 30. September nach Ibiza kommen, über eine Reservierung auf einem offiziellen Campingplatz verfügen müssen. Die Gemeinden und der Inselrat wollen ihre Maßnahmen künftig stärker koordinieren, damit die Fahrzeuge nicht einfach von einer Gemeinde in die nächste wechseln. Dafür soll ein digitales Austauschsystem eingerichtet werden, über das alle Rathäuser Informationen über auffällige Caravans teilen können. Zudem sollen Polizei, Transportinspektoren und Gemeinden künftig dieselben Formulare und Verfahren nutzen. Ziel ist es, Verstöße schneller zu bearbeiten, Kontrollen zu intensivieren und nach vorherigen Warnungen konsequent Sanktionen einzuleiten.











Monkey Ibiza: Ibizas angesagtestes Partyrestaurant in der Sant Antoni Bucht