
Die Stromrechnung soll für viele Verbraucher im Jahr 2026 zwischen 4 % und 10 % sinken. Grundlage seien Berechnungen des Ministeriums für den ökologischen Wandel, das von einem deutlich geringeren Energiepreis im kommenden Jahr ausgeht, so die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera, die sich auf die spanische Zeitung Europa Press bezieht.
Für Haushalte – durchschnittliche Kundinnen und Kunden mit regulierter PVPC-Tarifstruktur – wird eine Senkung von 4,66 % erwartet. Für kleine Unternehmen liegt die Prognose bei 4,95 %, für die Industrie bei 8,55 % und für besonders energieintensive Betriebe bei 9,91 %.
Die geplante Entlastung kommt zustande, obwohl die staatlich festgelegten Kostenblöcke um über 10 % und die Netznutzungsentgelte um 4 % steigen sollen. Der entscheidende Grund: der erwartete niedrigere Energiepreis. Der Terminmarkt OMIP notiert für 2026 rund 56,7 Euro/MWh, deutlich weniger als der Durchschnitt 2025 (64,96 Euro/MWh).
Die steigenden Fixkosten fließen vor allem in die Finanzierung historischer erneuerbarer Energien sowie in die höheren Betriebskosten der Stromversorgung auf Inseln, in Ceuta und Melilla. Auch das Finanzierungsmodell für den Bono Social – einen Sozialrabatt – wird angepasst.
Der Gesamtbetrag der regulierten Systemkosten beläuft sich 2026 auf 8,51 Milliarden Euro. Rund 4,45 Milliarden Euro werden durch Steuern und Einnahmen aus CO₂-Emissionsrechten gedeckt. Die übrigen 4,06 Milliarden Euro tragen die Verbraucher.













