
Die Guardia Civil hat in einem zweitägigen Katz-und-Maus-Spiel gegen mutmaßliche Drogenkuriere den Kürzeren gezogen. Trotz einer Verfolgungsaktion zu See und Luft gelang am Donnerstag zwei Schnellbooten die Flucht aufs offene Meer, berichtet die Tageszeitung Diario de Ibiza. Die Behörden gehen davon aus, dass die Drogenboote auf den Pityusen Pakete mit Marihuana abluden und anschließend aufgrund des hohen Wellengangs südlich von La Mola in einer Bucht Schutz suchten.
Erstmals waren die verdächtigen Schnellboote, die mit drei und vier Motoren ausgestattet waren, der Polizei im Verlauf des Mittwochs aufgefallen. Dem Zugriff der Einsatzkräfte entzogen sich die mutmaßlichen Drogenkuriere aber rasch durch Flucht. Wenige Stunden später, am Donnerstagmorgen, fielen Anwohnern der Cala Codolar zwei ungewöhnliche Motorboote auf, bei denen es sich, wie sich kurz darauf herausstellte, um dieselben Schnellboote vom Vortag handelte. Die Guardia Civil rief nun einen Hubschrauber zu Hilfe, der die Boote zwar schnell ortete, aber wegen mangelnden Treibstoffs nach längerer Verfolgungsjagd abdrehen musste.
Augenzeugen gaben später zu Protokoll, dass die Besatzungsmitglieder der Schnellboote ihren kurzen Aufenthalt vor der Cala Codolar offenbar genossen. Gut gelaunt, so die Zeitung, winkten sie mit Brötchen in der Hand den Schaulustigen an Land zu.












