
Das Jahr 2026 steht auf Ibiza im Zeichen mehrerer großer Infrastrukturprojekte. Bereits im Jahr 2025 haben die Arbeiten an mehreren öffentlichen Bauprojekten begonnen, deren Fertigstellung nun für 2026 vorgesehen ist. Das bedeutendste Straßenbauprojekt der laufenden Legislaturperiode ist der Kreisverkehr Los Cazadores. Die Bauarbeiten starteten Mitte Oktober und sollen nach 15 Monaten Bauzeit Ende 2026 abgeschlossen sein. Die Investitionssumme beträgt acht Millionen Euro. Mit einem Durchmesser von 80 Metern entsteht hier die größte Kreisverkehrsanlage der Insel, die einen der gefährlichsten Verkehrspunkte Ibizas entschärfen soll.
Ebenfalls für 2026 angekündigt ist die Fertigstellung des Parc Motor de sa Coma. Der seit Jahrzehnten geforderte Motorsportkomplex wird mit einem Budget von 5,4 Millionen Euro realisiert und soll laut dem zuständigen Inselrat zu den nachhaltigsten Rennstrecken weltweit zählen. Die Strecke wird 1.525 Meter lang und sechs Meter breit sein, mit einer 105 Meter langen Start-Ziel-Geraden. Geplant sind zudem Boxengasse, Paddock, Kommissariatsbereich, Umkleiden, Sanitäreinrichtungen, Sanitätsraum, Startaufstellung sowie Zuschauerbereiche.
Auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne von sa Coma entsteht außerdem eine neue Unterkunft für den maritimen Überwachungsdienst der Guardia Civil. Die Residenz für rund 30 Beamte soll im Sommer 2026 fertiggestellt werden. Die Kosten belaufen sich auf 5,2 Millionen Euro, größtenteils finanziert aus der Tourismussteuer (Ecotasa).
Auch in der Stadt Ibiza stehen 2026 mehrere Bauprojekte vor dem Abschluss. Dazu zählt die Sanierung des Mercat Vell, des alten Marktes, die im September begonnen hat und mit 578.512,40 Euro veranschlagt ist. Ziel ist eine Modernisierung des Innenraums, die Schaffung neuer Verkaufsstände sowie eine Aufwertung der technischen Infrastruktur, um den historischen und kommerziellen Charakter des Marktes im Viertel La Marina zu stärken. Die Zahl der Marktstände wird dabei von 14 auf neun reduziert und zentral im Gebäude angeordnet.
Parallel dazu wird die ehemalige Peixateria zu einem multifunktionalen Kulturzentrum umgebaut. Mit einem Budget von 1,8 Millionen Euro bleibt die achteckige Struktur des Gebäudes erhalten. Künftig soll eine 400 Quadratmeter große, offene Fläche für kulturelle Aktivitäten wie Tanzaufführungen, Ausstellungen und Konzerte zur Verfügung stehen.
Bereits abgeschlossen sind die Bauarbeiten am Parador de Dalt Vila, dessen Eröffnung 2026 erwartet wird. Eine offizielle Bestätigung von Paradores oder Turespaña steht allerdings noch aus. Verzögerungen gibt es hingegen bei den 60 geplanten Sozialwohnungen (VPO) an der Avenida Isidor Macabich. Archäologische Funde und technische Probleme haben den Baufortschritt gebremst.
Weitere Projekte betreffen Sant Antoni, wo der Boulevard Vara de Rey vor dem Sommer fertiggestellt werden soll. Das 5,5 Millionen Euro teure Projekt soll die Sonnenuntergangszone über einen Fußgängerboulevard mit dem Ortskern verbinden.
Demgegenüber steht der geplante Abriss der unvollendeten Bauruine von Cala d’en Serra. Für 2026 sind dafür 500.000 Euro eingeplant, bei Gesamtkosten von zwei Millionen Euro. Der Abschluss der Arbeiten ist für 2027 vorgesehen.
Auch auf Formentera wird investiert: Die Erweiterung des IES Marc Ferrer mit sechs neuen Klassenräumen und zwei Werkstätten (Kostenpunkt: zwei Millionen Euro) soll zum kommenden Schuljahr abgeschlossen sein. Zudem plant das balearische Bildungsministerium 2026 den Start der Erweiterungen des IES Quartó de Portmany und der CEIP Sant Carles. Das neue CEIP Es Faralló in Santa Eulària, dessen Bau 2025 begonnen hat, wird voraussichtlich erst im ersten Quartal 2027 fertiggestellt.













