Presseschau Plus -
News des Tages

Sant Antoni

Großes Interview mit dem Bürgermeister von Sant Antoni

  • Weitersagen:
1 (5)
Der Bürgermeister von Sant Antoni, Marcos Serra, posiert auf der Terrasse seines Büros mit dem Hafen im Hintergrund. | Foto: Mohamed Chendri, Periódico de Ibiza y Formentera

Der Bürgermeister von Sant Antoni, Marcos Serra, will bei den Kommunalwahlen 2027 erneut kandidieren. Wie er gegenüber der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera erzählt, möchte er vor allem den neuen Reinigungsvertrag und den neuen Flächennutzungsplan (PGOU) auf den Weg bringen sowie bereits begonnene Projekte abschließen.

– Kürzlich gab es einen großen Polizeieinsatz gegen Lachgas. Sind Sie mit dem Vorgehen zufrieden?

– Ja, jede Unterstützung ist willkommen. Die Gemeinden sind oft die erste Anlaufstelle, wenn Probleme entstehen. Ich vertrete aber seit Langem die Auffassung, dass zunächst der spanische Staat klare Regelungen schaffen muss – ähnlich wie in Großbritannien. Anschließend müssen Guardia Civil und andere Behörden diese konsequent durchsetzen. Dafür braucht es auch mehr personelle Ressourcen.

– Sant Antoni galt lange als unsicherer Ort. Hat sich dieses Image verändert?

– Ja, ich denke, dieses Unsicherheitsgefühl gibt es heute nicht mehr. Natürlich sorgen die überall herumliegenden Lachgasflaschen weiterhin für Unmut und vermitteln ein negatives Bild. Das entspricht jedoch nicht der tatsächlichen Sicherheitslage. Die Zahlen der Guardia Civil zeigen, dass Sant Antoni kein unsicherer Ort ist. Zudem investieren wir weiter in die Sicherheit: Die Zahl der Überwachungskameras steigt von 40 auf 121, zehn zusätzliche Polizisten sind im Einsatz, hinzu kommen neue Mitarbeiter für Kontrollen und private Sicherheitskräfte.

– Der neue Boulevard Vara de Rey wurde gerade eröffnet. Sind weitere Projekte zur Aufwertung des Ortszentrums geplant?

– Ja. Der Boulevard ist das wichtigste Projekt der vergangenen beiden Legislaturperioden. Bereits zuvor haben wir zahlreiche Straßen vollständig erneuert – inklusive der unterirdischen Infrastruktur. Heute verbindet der Boulevard die Promenaden mit der Altstadt und gibt den Menschen deutlich mehr Raum. Besonders schön ist es, wenn die Kinder nach der Schule dort sicher spielen und laufen können.

– Was passiert mit der geplanten Promenade zwischen Cala des Moro und Cala Gracioneta?

– Kurzfristig wird sie nicht kommen. Das gemeinsame Projekt mit Sant Josep wird nicht weiterverfolgt. Wir möchten den Abschnitt auf unserem Gemeindegebiet dennoch realisieren, müssen das Verfahren aber komplett neu beginnen, weil das frühere Projekt ausgelaufen ist.

– Die ehemalige West-End-Zone soll einen neuen Namen erhalten. Haben Sie einen Favoriten?

– Mir gefiel Es Carrerons besonders gut – und genau dieser Name hat die Abstimmung gewonnen. Allerdings war die Beteiligung gering. Deshalb werden wir die Ergebnisse sorgfältig auswerten, bevor wir eine endgültige Entscheidung treffen.

– Was fehlt der Gegend noch?

– Vor allem mehr Geschäfte, Restaurants und Tagesgastronomie. Seit vier Jahren fördern wir die Umwandlung ehemaliger Nachtlokale in Cafés, Restaurants oder Läden. Dadurch sind bereits mehrere neue Betriebe entstanden. Unser Ziel ist ein lebendiges Viertel mit Angeboten über den ganzen Tag hinweg und nicht ausschließlich Nachtleben.

– Wie sehen Sie die Zukunft der Lärmschutzzone (ZPAE)?

– Das ist keine politische Entscheidung. Solange die gesetzlichen Lärmgrenzwerte überschritten werden, bleibt die Schutzzone bestehen. Wir haben lediglich kleinere Anpassungen vorgenommen, etwa längere Öffnungszeiten für Terrassen. Größere Änderungen hängen ausschließlich von den Messergebnissen ab.

– Sie regieren inzwischen mit absoluter Mehrheit. Hat sich Ihre Arbeit dadurch verändert?

– Ja, wir können Projekte heute deutlich schneller umsetzen. In den vergangenen Jahren haben wir unter anderem mehr als sechs Millionen Euro in Sportanlagen investiert, Straßen erneuert, eine neue Kindertagesstätte in Sant Rafel gebaut und weitere öffentliche Investitionen angestoßen.

– Kritiker werfen Ihnen vor, dass vor allem das Zentrum von Sant Antoni profitiert.

– Diesen Eindruck teile ich nicht. Auch in Sant Mateu, Sant Rafel, Ses Païsses oder Corona wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt – von der Sanierung der Ortskerne über neue Parkplätze bis hin zu Verbesserungen der Wasserversorgung und neuen Freizeitanlagen. Kein Ortsteil wurde vernachlässigt.

– Das Bauamt arbeitet heute deutlich schneller als früher. Woran liegt das?

– Als wir die Regierung übernommen haben, dauerte eine Baugenehmigung teilweise mehr als zwei Jahre. Heute erhalten Antragsteller ihre Genehmigung bei vollständigen Unterlagen oft schon nach drei oder vier Monaten. Gleichzeitig arbeiten wir am neuen Flächennutzungsplan, der den inzwischen veralteten Plan aus dem Jahr 1987 ersetzen soll.

– Was wird der neue Flächennutzungsplan bringen?

– Es sind mehr Grünflächen, über 1.000 preisgebundene Wohnungen sowie zusätzliche Flächen für Gesundheitszentren, Schulen, Sportanlagen und Parkplätze vorgesehen. Dabei geht es nicht um ungezügeltes Wachstum, sondern darum, den Ort besser zu organisieren und die Lebensqualität der Einwohner zu verbessern.

– Reichen die Wasserreserven für diese Entwicklung aus?

– Das werden die zuständigen Fachbehörden prüfen. Sämtliche Gutachten müssen bestätigen, dass die Planungen tragfähig sind. Die neuen Wohnungen sind zudem ausschließlich für langjährige Einwohner gedacht und nicht für Spekulation. Deshalb erwarten wir keinen erheblichen Anstieg des Wasserverbrauchs.

– Die geplante Umgehungsstraße von Sant Rafel sorgt für Diskussionen.

– Ich halte die Umgehungsstraße für notwendig. Sie wird den Durchgangsverkehr aus dem Ortskern herausnehmen und Sant Rafel lebenswerter machen. Nach den eingegangenen Einwänden wurde die ursprüngliche Planung bereits überarbeitet und soll nun anders umgesetzt werden.

– Die Sauberkeit bleibt eines der wichtigsten Themen. Was ist geplant?

– Wir haben den bestehenden Vertrag bereits erweitert und zusätzliche Fahrzeuge sowie Mitarbeiter eingestellt. Entscheidend wird jedoch der neue Reinigungsvertrag, der den bisherigen ab Ende 2027 ersetzen soll. Er wird deutlich mehr Personal und moderne Ausstattung umfassen. Unser Ziel ist, die Ausschreibung noch in diesem Jahr abzuschließen.

– Würden Sie sich mehr Fährverkehr im Hafen von Sant Antoni wünschen?

– Ich habe dazu stets eine neutrale Haltung vertreten. Während einige Verbände zusätzliche Fährverbindungen begrüßen, lehnen andere sie ab. Solange es keine breite Zustimmung im Ort gibt, werde ich keine Änderung der gesetzlichen Regelungen vorantreiben.

– Reichen Ihnen acht Jahre als Bürgermeister oder möchten Sie weitermachen?

– Ich möchte noch eine weitere Legislaturperiode, um die begonnenen Projekte abzuschließen. In der ersten Amtszeit wurden viele Vorhaben durch politische Auseinandersetzungen gebremst. Jetzt möchte ich die offenen Vorhaben erfolgreich beenden und das Rathaus erst dann mit dem Gefühl verlassen, meine Arbeit vollständig erledigt zu haben.

Vielfältig

Das Neueste von den Inseln

Größter Strand der Insel

Größter Strand der Insel

Schon allein wegen seiner Dimension ist der größte Insel-Strand Ibizas namens Platja d’en Bossa zweifellos der lebendigste und vielfältigste. Im Rücken der sandigen Meile wird jeder fündig – sei es… Weiterlesen

Nicht verpassen!

Fr14aug21:00Jeden Freitag- und Samstag Abend - Monkey Ibiza - Cabaret Sauvage becomes Iconic - C. de Joan Boscà, 2, Sant Antoni

Fr14aug22:00Freitags, Livemusik in Sant Ferran • 22 Uhr · bis 2. Oktober* *Am Freitag, den 14. August, findet kein Konzert statt.

Sa15aug09:00Bis 30. August - Puig des molins, Via Romana, 31 - Gemeinschaftausstellung Keramikschwalben - zahlreiche Künstler nahmen an dieser Gestaltung teil

Sa15aug13:00Samstags, 13 Uhr, O Beach · Soul Heaven · Pool Party · Carrer de Cala Moli

Sa15aug17:00Täglich im Restaurant Cas Costas - Happy Hour von 17 - 20 Uhr -

Sa15aug18:0031. Juli bis 9.September, Ocean Drive Ibiza: Kunstausstellung 'Es blau' der Freunde des Vereins unseres Meeres

Ibiza Live Radio

Unser aktuelles Magazin<br />
- jetzt gleich bestellen

Unser aktuelles Magazin
- jetzt gleich bestellen



Am besten abonnieren und mit viel Unterhaltung gleichzeitig gut informiert sein.