
Das Bewässerungsbecken sa Rota in Santa Eulària, soll künftig auch saubere Energie erzeugen. Laut Informationen der Tageszeitung Diario de Ibiza plant das Energieinstituts der Balearen die Installation eines schwimmenden Solarparks auf der Wasseroberfläche..
Geplant sind 960 Photovoltaikmodule mit jeweils 600 W, die zusammen eine Leistung von 576 kWp erreichen. Das entspricht dem durchschnittlichen Stromverbrauch von rund 200 Haushalten in Spanien. Die Paneele werden auf modularen Schwimmstrukturen verankert, die etwa 2.480 m² – rund 10 % der Wasserfläche – bedecken.
Neben der Energiegewinnung entsteht ein zusätzlicher Vorteil: Die große beschattete Fläche reduziert die Verdunstung des Wassers, ein relevanter Aspekt für die Landwirtschaft. Ergänzt wird die Anlage durch eine unterirdische Niederspannungsleitung, vier Wechselrichter, ein Umspannzentrum und eine Leitung zur Netzeinspeisung. Überschüssige Energie soll direkt ins öffentliche Stromnetz fließen. Zudem wird die Becken künftig der Brandbekämpfung dienen. Eine mindestens 500 m² große, markierte Zone wird speziell für die Wasseraufnahme von Löschhubschraubern reserviert.
Das Projekt befindet sich derzeit in der öffentlichen Ausschreibung und ist mit 1,13 Millionen Euro veranschlagt. Die Bauzeit soll vier Monate betragen. Es ist Teil eines umfassenden Plans der Balearenregierung, in den 14 Bewässerungsbecken der Inselgruppe schwimmende Solarparks zu errichten – ein System, das bestehende Infrastruktur nutzt und somit keinen zusätzlichen Flächenverbrauch verursacht.
Nach einer rund 30-jährigen Wartezeit funktioniert das Becken von sa Rota seit Oktober wieder regulär. Nach cer Testphase im vergangenen Mai versorgt es seit Oktober eine Bewässerungsgemeinschaft aus 19 Landwirten aus Santa Eulària und Sant Llorenç zuverlässig mit Wasser. Allerdings ging dem ein langer Zeitraum der Vernachlässigung voraus, denn die Anlage wurde bereits 1995 eröffnet und war seitdem weitgehend ungenutzt. Der Grund: Das Wasser aus der Kläranlage von Santa Eulària hatte einen zu hohen Salzgehalt, sodass es über all diese Jahre nicht für die Landwirtschaft wiederverwendet werden konnte. Um dieses Problem zu beheben, griff die Balearenregierung – auf Drängen des Inselrats von Ibiza – zu einer kostspieligen Lösung und ließ bis zu 87.000 m³ entsalztes Wasser in das Becken einleiten. Das entspricht fast der Hälfte des gesamten Fassungsvermögens.














