
Der Strand von Talamanca könnte nach Einschätzung von Greenpeace in nur noch zehn Jahren weitgehend verschwunden sein, wenn sich die derzeitige Häufigkeit schwerer Stürme fortsetze. Das geht aus dem neuen Küstenbericht der Umweltorganisation hervor, über den die Tageszeitung Diario de Ibiza berichtet. Demnach zerstören starke Wellen bereits heute regelmäßig Stege und Einrichtungen am Strand. Greenpeace hält weitere künstliche Strandaufschüttungen langfristig für unwirtschaftlich und fordert stattdessen, besonders gefährdete Infrastrukturen schrittweise zurückzuverlegen.
Auch andere Küstenbereiche auf Ibiza und Formentera stehen laut der Studie unter Druck. Der steigende Meeresspiegel bedrohe unter anderem den Hafen von La Savina sowie die Küsten von Port des Torrent, Platja d’en Bossa und ses Figueretes. Nach dem Wintersturm „Harry“ seien allein in ses Figueretes rund 42.000 Euro für die Wiederherstellung von Strand, Holzsteg und Promenade aufgewendet worden. Zudem warnt Greenpeace vor den Folgen von Plastikmüll, illegalen Ankern und der Erwärmung des Mittelmeers. Besonders die Posidonia-Seegraswiesen seien gefährdet, die als natürlicher Küstenschutz und wichtiger Lebensraum für zahlreiche Meeresarten gelten. Auch invasive Arten sowie mögliche Lockerungen beim Schutz der Meeresreservate könnten die Artenvielfalt zusätzlich beeinträchtigen. Positiv bewertet die Umweltorganisation dagegen die Zugangsbeschränkungen zu mehreren Naturräumen auf Formentera, die dem Küstenschutz und der Erhaltung der Dünen dienen.














