
Auf den Balearen gibt es einen deutlichen Anstieg bei den ‘Golden Visa’, also den bis April 2025 vergebenen Aufenthaltsgenehmigungen für Nicht-EU-Bürger auf Basis von Investitionen – insbesondere Immobilienkäufen ab 500.000 Euro. Dieser Effekt zeigt sich deutlich in einem neuen Bericht, auf den sich die Tageszeitung Diario de Ibiza bezieht.
Die balearischen Inseln bleiben ein Magnet für Zweitwohnsitze, Teleworking und sichere Immobilieninvestitionen. Der attraktive Immobilienmarkt und das begrenzte Territorium mit gutem Klima gehören zu den Hauptfaktoren. Die ‘Golden Visa’ wurden eingeführt 2013 durch ein Gesetz zur Unterstützung von Unternehmern und sollte Spanien nach der Wirtschaftskrise Kapital, Fachkräfte und internationale Mobilität sichern. Nach über zehn Jahren wurden sie jedoch am 3. April 2025 abgeschafft – offiziell wegen ihres vermeintlichen Einflusses auf den stark angespannten Wohnungsmarkt.
Nach dem pandemiebedingten Boom stiegen die Zahlen besonders dynamisch an. Spanienweit wurden im Zeitraum 2014–2024 31.491 Golden Visa vergeben. Die Balearen liegen im Jahr 2024 auf Platz fünf der spanischen Provinzen mit den meisten Bewilligungen, hinter Barcelona, Málaga, Madrid und Alicante. Insgesamt wurden in der Dekade von 2014 bis 2024 1.777 Golden Visa für die Balearen. ausgestellt. Branchenexperten verweisen sogar auf einen möglichen „Letzte-Chance-Effekt“, da viele Investoren vor dem Wegfall der Regelung noch schnell Anträge stellten. Der Präsident des Immobilienverbands Abini geht davon aus, dass die endgültigen Spitzenwerte erst in den Zahlen für das erste Quartal 2025 sichtbar werden.
Folgende Gruppen erhielten das „Golden Visa“:
– 544 Europäer außerhalb der EU (mehrheitlich Briten), ein Anstieg von 80 %
– 68 Nordamerikaner, plus 89 %
– 38 Asiaten, plus 123 %
– 20 Investoren aus Mittel- und Südamerika
Während einige US-Amerikaner über das Programm ihren Wohnsitz auf den Inseln sicherten, blieb ihr Anteil also eher gering. Die Immobilienbranche erwartet, dass trotz der Abschaffung weiterhin viele Nicht-EU-Bürger Wege finden werden, um auf den Inseln zu wohnen oder zu investieren – denn der Standort bleibt hochattraktiv.














