
Die Tageszeitung Diario de Ibiza berichtet, dass die balearische Gesundheitsbehörde Salud ihre ursprüngliche Position aufgegeben hat: Es wird keine Einwände gegen das neue staatliche Tabakgesetz geben, das unter anderem ein Rauchverbot auf Terrassen vorsieht.
Die Gesundheitsministerin Manuela García erklärte am Dienstagmorgen, dass die Conselleria keine Änderung am staatlichen Entwurf eingereicht hat. Damit rückt die Behörde von ihrer früheren Haltung ab, in der García noch Prävention statt Verbot bevorzugt hatte. Diese Position war von verschiedenen Gruppen kritisiert worden – unter anderem vom Präsidenten der Asociación Española contra el Cáncer, der Vereinigung gegen den Krebs auf den Balearen. Laut der Ministerin ist Lungenkrebs weiterhin der dritthäufigste Tumor auf den Balearen, eng verknüpft mit dem Tabakkonsum. Für das kommende Jahr werden landesweit mehr als 34.000 neue Fälle erwartet.
García betonte erneut, dass Tabak eine der wichtigsten vermeidbaren Todesursachen sei. Besonders besorgniserregend sei der steigende Anteil von Frauen, die an Lungenkrebs erkranken – eine Folge des späteren Einstiegs in das Rauchen. Deshalb sei Prävention entscheidend, sowohl in Schulen als auch in Gesundheitszentren. Die Behörde verweist auf bestehende Programme in den Gesundheitszentren, die Raucherinnen und Rauchern helfen, das Rauchen aufzugeben. Voraussetzung sei, dass die Betroffenen selbst bereit seien, diesen Schritt zu gehen. In diesem Jahr habe sich die Zahl der erfolgreichen Ausstiege im Vergleich zu vor zwei Jahren verdoppelt. Zudem erinnerte García daran, dass die Regierung ursprünglich weitere Maßnahmen vorgeschlagen hatte – etwa eine Erhöhung des Zigarettenpreises und die Verwendung der zusätzlichen Einnahmen für Entwöhnungsprogramme. Diese Vorschläge tauchen im aktuellen Gesetzesentwurf jedoch nicht mehr auf.













