
Nach einem Einbruch in ein Wohnhaus in Sant Agustí bittet eine Familie öffentlich um Hilfe, um mehrere traditionelle Schmuckstücke wiederzufinden. Wie die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera berichtet, richtet sich der Aufruf insbesondere an die Gruppierungen des ball pagès auf Ibiza. Die Betroffenen schließen nicht aus, dass die Täter versuchen könnten, die Schmuckstücke an Tänzer für deren Trachten weiterzuverkaufen. Bei den gestohlenen Gegenständen handelt es sich um große goldene Ohrringe in Hufeisen-Form sowie um einen Goldring, der auf der Oberseite mit vier Dreiecken verziert ist. Zudem wurde ein weiterer Goldring mit eingravierten Initialen entwendet – entweder ein M und ein R oder ein M und ein J, wie die Eigentümerin schildert. Besonders schmerzlich sei für die Familie der Verlust dieser drei Schmuckstücke, da sie ein Geschenk der Großmutter kurz vor deren Tod gewesen seien. Der emotionale Wert sei nicht zu beziffern.
Der Einbruch ereignete sich am Dienstagabend, als die Familie kurz zum Essen außer Haus war. Die Mutter der Geschädigten kehrte früher zurück und hörte Geräusche aus dem oberen Stockwerk, maß ihnen jedoch keine Bedeutung bei, da sie die Geräusche den Katzen zuschrieb. Später stellte das Ehepaar fest, dass das Haus komplett durchsucht, Möbel und Kleidung verwüstet und die Außentüren aufgebrochen worden waren. Für die Familie ist besonders überraschend, dass ihr Haus direkt an der Straße liegt und die Täter somit von vorbeifahrenden Fahrzeugen gut sichtbar gewesen sein mussten. Die Einbrecher durchsuchten sogar den Kühlschrank und nahmen eine Flasche mit, die der Hausherr normalerweise als Trinkflasche nutzte. In mehreren Räumen wurden Schubladen ausgeräumt, Kleidung aus Kisten auf den Boden geworfen und persönliche Gegenstände wahllos verteilt. Auch eine Tasche mit Bargeld, das die Tochter angespart hatte und zur Bank bringen wollte, wurde gestohlen. Ein Glas voller Münzen ließen die Täter hingegen zurück.
Die Guardia Civil erklärte, dass die Täter offenbar nicht professionell vorgegangen seien. Zudem wiesen sie darauf hin, dass Einbrüche dieser Art derzeit häufig vorkommen und die Familie möglicherweise zuvor beobachtet worden sei.










