
Der Inselrat von Ibiza fordert, dass das neue Gesetz gegen illegale Partys nicht nur für Ferienunterkünfte gelten soll, sondern für alle Arten von Veranstaltungen, unabhängig vom Ort, so berichtet die Tageszeitung Diario de Ibiza. Diese Forderung hat Mariano Juan, der Inselrat für Tourismus und Bekämpfung von Schwarzarbeit, gegenüber der interinsularen Tourismuskommission geäußert, die am Montag auf Mallorca tagte. Die Leitung der Sitzung hatte der balearische Tourismusminister Jaume Bauzà. Die Vertreter aller vier Inselräte waren anwesend.
Mariano Juan betonte, dass Ibiza über umfangreiche Erfahrungen im Umgang mit den durch illegale Partys verursachten Problemen verfügt. Seit 2020 werde intensiv dagegen vorgegangen. Allerdings sei das derzeit diskutierte Gesetz noch unzureichend.
Nach Meinung des Inselrats von Ibiza soll die Gesetzgebung auch Veranstaltungen an Orten wie landwirtschaftlichen Lagerhallen oder in natürlichen Umgebungen umfassen. Das Ziel sei, Störungen unabhängig vom Veranstaltungsort sanktionieren zu können.
Ein weiterer Punkt, der verbessert werden müsse, sei die Berücksichtigung von Partys mit öffentlichem Zugang, so Juan. Besonders problematisch seien solche Veranstaltungen, bei denen Eintrittskarten verkauft und Getränke ausgeschenkt würden: „Diese verwandeln die betreffenden Orte in Diskotheken.“ so Juan. Er fordert, dass die Polizei in solchen Fällen eingreifen und die Veranstaltungen auflösen könne.
Der Vertreter von Formentera, Artal Mayans, betonte auf der Sitzung die Bedeutung einer engen Abstimmung zwischen der balearischen Regierung und den Inselräten. Der balearische Tourismusminister Bauzà bezeichnete das Treffen als „notwendig“, um eine koordinierte Tourismusplanung zu gewährleisten.












