
Mit dem neu erschienenen Buch „Arrelats a les Illes Balears“ (Verwurzelt auf den Balearen) widmet sich der Forscher Felip Cirer den Wurzeln und der Geschichte einiger der ältesten Familien der Balearen. Das Werk ist laut Informationen der Tageszeitung Diario de Ibiza Teil eines langfristigen Projekts des Verlags Edicions Sidillà, das sich mit der Bedeutung von Herkunft, Identität und kultureller Kontinuität in Zeiten tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen beschäftigt. Auf mehr als hundert Seiten stehen fünf Familien aus Ibiza und Formentera im Mittelpunkt. Sie dienen nicht nur als Ausgangspunkt für persönliche Familiengeschichten, sondern auch als Fenster zur Entwicklung der Inseln, ihrer Traditionen, Berufe und Lebensweisen über mehrere Jahrhunderte hinweg. Im Buch porträtiert Felip Cirer die Adelsfamilie Francolí aus Santa Agnès, die Likörherstellerfamilie Marí Mayans zwischen Ibiza und Formentera, die Nachfahren des Korsaren Riquer, die Tourismuspioniere der Familie Roselló aus Sant Antoni sowie die Familie von Àngel Serra, die über Jahrzehnte eng mit der Welt des Unterhaltungswesens verbunden war. Im Vorwort beschreibt der Schriftsteller und Journalist Pere Antoni Pons den tiefgreifenden Wandel, den die Balearen seit dem Beginn des Massentourismus erlebt haben. In den vergangenen 70 Jahren habe sich die Inselgesellschaft stärker verändert als in den sieben Jahrhunderten zuvor. Dadurch seien vielerorts Erinnerungen, Traditionen und ein Teil der kulturellen Identität verloren gegangen. Das Buch versteht sich daher als Beitrag zur Bewahrung dieser Erinnerungen und zur Dokumentation jener Familien, die das Gesicht der Inseln über Generationen hinweg geprägt haben. Die Herausgeber betonen, dass trotz Zuwanderung, Tourismus und gesellschaftlicher Veränderungen weiterhin Menschen existieren, die das historische Gedächtnis der Balearen bewahren und an kommende Generationen weitergeben.
Fassade des ehemaligen Teatro Serra (später Cine Serra). / Quelle: Aheif














