
Der Inselrat von Formentera will bei neuen hohen Ankunftszahlen unbegleitete minderjährige Migranten vorübergehend in den Zelten im Hafen von Botafoc auf Ibiza unterbringen können. Eine entsprechende Anfrage an die Vertretung der spanischen Zentralregierung soll in Kürze gestellt werden. Derzeit stehen insgesamt 250 Minderjährige unter der Obhut Formenteras und sind auf verschiedene Einrichtungen auf Mallorca verteilt. Rund 40 bleiben normalerweise zunächst auf Formentera, während ihre Identität festgestellt wird. Dort gibt es eine Notunterkunft für maximal 40 Minderjährige. Im vergangenen Juli waren dort jedoch zeitweise mehr als 70 Jugendliche gleichzeitig untergebracht. Bereits damals hatte der Inselrat darum gebeten, einen Teil der Jugendlichen vorübergehend in einem für erwachsene Migranten vorgesehenen Zelt im Hafen von La Savina unterbringen zu dürfen. Die Vertretung der Zentralregierung lehnte dies trotz des Angebots Formenteras ab, eigenes Betreuungspersonal bereitzustellen. Nun soll nach Angaben der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera geprüft werden, ob stattdessen die entsprechende Einrichtung in Botafoc auf Ibiza als Ausweichquartier genutzt werden kann. Dabei sind allerdings noch erhebliche Rechtsfragen und logistische Probleme zu klären, unter anderem der Transport der Minderjährigen ohne Dokumente sowie ihre Betreuung rund um die Uhr auf Ibiza. Die Jugendlichen würden auch dort weiterhin unter der Obhut des Inselrats von Formentera stehen.












