
Formentera erhält künftig eine eigene Stimme im spanischen Senat. Die entsprechende Verfassungsreform wurde laut der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera in der Kammer mit großer Mehrheit angenommen – lediglich zwei Stimmen votierten dagegen. Damit endet eine jahrzehntelange Forderung der Insel nach eigenständiger politischer Vertretung. Die Reform schafft erstmals getrennte Wahlkreise für Ibiza und Formentera. Vertreter verschiedener Parteien betonten während der Debatte die Bedeutung dieses Schrittes für die politische Eigenständigkeit der kleinsten Baleareninsel. Die Entwicklung sei das Ergebnis eines langen Prozesses, der bereits Ende der 1990er Jahre angestoßen wurde. Senator Miquel Jerez hob hervor, dass die Entscheidung auf einem breiten gesellschaftlichen und politischen Konsens beruhe. Die Insel habe stets darauf bestanden, dort vertreten zu sein, „wo Entscheidungen getroffen werden“, und sich diese Repräsentation konsequent erarbeitet. Kritik kam ausschließlich von der Partei VOX. Deren Vertreter bezweifelten den praktischen Nutzen eines eigenen Senators und argumentierten, dass zentrale Probleme wie Wohnungsnot oder Defizite im öffentlichen Dienst dadurch nicht gelöst würden.















