
Die Krise auf dem Wohnungsmarkt der Insel rückt erneut in den Fokus der Öffentlichkeit. Wie die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera berichtet, arbeitet die mehrfach ausgezeichnete niederländische Dokumentarfilmerin Yasmin van Dorp gemeinsam mit der Ibiza-Residentin und Menschenrechtsaktivistin Karen Killeen derzeit an dem Filmprojekt The Bubble of Bliss. Der Dokumentarfilm soll das wachsende Ungleichgewicht zwischen Überfluss und Mangel auf Ibiza beleuchten und sich dabei insbesondere auf die Wohnungskrise und deren Auswirkungen auf die einheimische Bevölkerung konzentrieren. Ibiza werde dabei als Mikrokosmos dargestellt, der gesellschaftliche Entwicklungen widerspiegelt, wie sie auch in anderen westlichen Gesellschaften zu beobachten seien.
Das Projekt wurde in das Talent Development Programme des Internationalen Dokumentarfilmfestivals Amsterdam aufgenommen, einem der weltweit bedeutendsten Festivals für dieses Genre. Produziert wird The Bubble of Bliss von der niederländischen Produktionsfirma DOXY FIXY in Zusammenarbeit mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk VPRO. Derzeit sucht das Produktionsteam zusätzlich spanische Kooperationspartner, die sich an dem Projekt beteiligen möchten. Die Premiere des Films ist auf internationalen Festivals sowie im Fernsehen geplant. Konzipiert ist der Dokumentarfilm als kritischer und reflektierender Essay, der lokale Schicksale in einen größeren gesellschaftlichen Kontext einordnet.
Im Rahmen der Recherchephase werden derzeit Bewohnerinnen und Bewohner Ibizas gesucht, die von der Wohnungskrise betroffen sind oder Gefahr laufen, es zu werden, und bereit sind, ihre Erfahrungen zu teilen. Besonders angesprochen sind Menschen, die in systemrelevanten Berufen arbeiten – etwa im Gesundheits- oder Sozialwesen, im Bildungsbereich, bei Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdiensten sowie in Bauwesen, Reinigung, Infrastruktur oder anderen öffentlichen Dienstleistungen. Ebenso richtet sich der Aufruf an Personen, die aufgrund der Wohnungsnot ihre Wohnungen verlassen mussten, in provisorischen Unterkünften wie Wohnwagen leben oder Schwierigkeiten haben, ihre familiäre Stabilität aufgrund unsicherer Wohnverhältnisse aufrechtzuerhalten.
Die ersten Gespräche können anonym geführt werden. Ziel dieser Phase ist es, ein vertieftes Verständnis für die Komplexität und Sensibilität der aktuellen Wohnsituation auf Ibiza zu gewinnen.*
Anmerkung der Redaktion Leider ist im Artikel keine Kontaktmöglichkeit angegeben. Wir empfehlen eine Google-Suche mit den Namen der Initiatorinnen













