
Ab dem 1. Mai beginnt auf Ibiza wieder die Saison mit hoher Waldbrandgefahr. Damit tritt ein umfassendes Feuerverbot in Kraft, das insbesondere Wälder und Erholungsgebiete betrifft. Ziel der Maßnahme ist der Schutz der Natur sowie die Sicherheit der Bevölkerung in den heißen und trockenen Sommermonaten. Wie die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera unter Berufung auf die Behörden berichtet, ist das Entzünden von Feuer in Waldgebieten und Freizeitarealen bis zum 15. Oktober grundsätzlich untersagt. Auch im Umkreis von 50 Metern zu bewaldeten Flächen darf kein Feuer gemacht werden. Für landwirtschaftliche Arbeiten in einem Abstand von weniger als 500 Metern ist eine spezielle Genehmigung erforderlich.
Mit Beginn der Saison wurde zudem ein umfangreiches Einsatzteam aktiviert. Insgesamt stehen 350 Einsatzkräfte bereit, unterstützt durch fünf Hubschrauber und drei Flugzeuge, darunter Löschflugzeuge und Maschinen zur Überwachung. Nach Angaben des staatlichen spanischen meteorologischen Dienstes Aemet liegt das aktuelle Brandrisiko zwar im normalen Bereich, dennoch sorgt der Temperaturanstieg im April dafür, dass die Vegetation zunehmend austrocknet. Dies erhöht die Gefahr von Bränden trotz der Niederschläge im Winter und Frühjahr.
Seit Jahresbeginn wurden bereits 14 Waldbrände registriert, die insgesamt 4,71 Hektar Fläche betroffen haben. Ein Großteil entfällt auf zwei größere Brände, die zusammen rund 78 Prozent der betroffenen Fläche ausmachen. Parallel dazu setzen die Behörden verstärkt auf Prävention. Geplant sind kontrollierte Maßnahmen wie vorgeschriebene Verbrennungen sowie die Pflege von Waldflächen, um das Risiko künftiger Brände zu reduzieren. Bereits im vergangenen Jahr wurden mehr als 1.100 Hektar bearbeitet. Zusätzlich wird die Ausbildung der Einsatzkräfte weiter ausgebaut, insbesondere im Bereich der Luftkoordination. Auch Aufklärungskampagnen erreichen immer mehr Menschen, um das Bewusstsein für den richtigen Umgang mit Feuer zu stärken und Risiken frühzeitig zu minimieren.















