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Feueralarm

Feuer legt illegale Siedlung frei

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Die Rauchsäule. Foto: Carlos Lucas CardonaIbiza, Periódico de Ibiza y Formentera

Am Freitagmorgen hat ein Brand im Bereich Prat d’en Fita, zwischen Platja d’en Bossa und Sant Jordi, mehr als eine halbe Hektar Pinienwald und Gestrüpp zerstört. Gegen 9.30 Uhr bemerkten Anwohner eine dichte Rauchwolke und einen intensiven Geruch nach Plastik.

Dank des schnellen Einsatzes der Feuerwehr des IBANAT und der Löschmannschaften des Consell Insular, unterstützt von einem Löschflugzeug und einem Hubschrauber, konnte der Brand rasch unter Kontrolle gebracht werden. Dennoch dauerte es über drei Stunden, bis die Flammen vollständig gelöscht waren, da das Feuer auf ein Piniengebiet übergriff. Polizei und Guardia Civil sperrten zeitweise die Zufahrt in Richtung Sant Jordi. Verletzte gab es keine.

Wie die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera berichtet, geht man von davon aus, dass das Feuer durch Menschenhand verursacht wurde. Zeugen sahen beim Ausbruch mindestens fünf Personen das Gelände verlassen. Der betroffene Bereich gehört dem Hotelkonzern Grupo Palladium und war bereits zuvor als illegales Siedlungslager bekannt und angezeigt worden.

Am Samstagmorgen bot sich ein Bild der Verwüstung: verkohlte Matratzen, geschmolzene Wasserkanister, zerfallene Möbelreste und verbrannte Gasflaschen zeugen vom Leben in einer improvisierten Ansiedlung, die durch die Vegetation bislang verborgen geblieben war.

Nach Einschätzung von Nachbarn und Polizei handelte es sich bei den Bewohnern vermutlich um Hotelangestellte aus der Umgebung, die hier in prekärer Wohnsituation lebten. Die Ermittlungen sollen nun klären, wie es zum Brand kam und wie mit dem Gelände weiter verfahren wird.

 

Die Ruinen des abgebrannten Lagers erinnern an die zwei Gesichter der Insel: wenige Meter entfernt vom touristischen Hotspot zeigt sich das Problem der Wohnungsnot und die Schattenseite des Wohlstands, so die Tageszeitung.

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