
Eine Nutzerin der Plattform X hat ein Foto einer Restaurantrechnung aus Ibiza veröffentlicht – darauf einen Posten über 12 Euro für einen „gancho bolsa“ (Haken zum Aufhängen der Handtasche). Laut ihrer Schilderung bot eine Kellnerin zunächst freundlich an, den Haken an der Tischkante zu befestigen. Nach kurzem Zögern stimmte die Gruppe zu – ohne zu wissen, dass dies berechnet werden würde.
Das betroffene Lokal wies die Vorwürfe zurück und erklärte, man habe „niemals“ einen Kunden zur Zahlung gezwungen, der dies nicht wollte. Die Haken seien Merchandising-Artikel mit Restaurantlogo, gedacht, um den Service zu ergänzen. Man biete auch kleine Extras wie Wasser für Hunde, Handy-Ladegeräte oder Fächer im Sommer an. Die Geschäftsleitung bedauerte, dass „eine unvollständige Information den Ruf eines lokalen Unternehmens schädigen“ könne.
Wie die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera informiert, belief sich die Rechnung für drei Personen – inklusive Wein und Dessert – auf 126,40 Euro, ohne den Haken. Dieser war zunächst aufgeführt, wurde jedoch nach Protest der Gäste gestrichen. „Uns wurde gesagt, wir könnten den Haken behalten. Als wir ablehnten, bekamen wir einen neuen Bon ohne diesen Posten“, schilderte die Kundin.
Die Verbraucherorganisation FACUA hat den Fall bei der Dirección General de Prestaciones, Farmacia y Consumo der Balearen angezeigt. Sie kritisiert den Betrag als „überzogen“ und die Praxis als rechtswidrig, da keine vorherige Preisinformation erfolgt sei. Nach Ansicht der Organisation verstößt dies gegen spanische und balearische Verbraucherschutzgesetze, insbesondere gegen Artikel 8, 20, 82 und 89 des Real Decreto 1/2007, die u. a. versteckte Zusatzkosten ohne ausdrückliche Zustimmung des Kunden verbieten.










