
Trotz der aktuellen Vogelgrippe-Lage und der damit verbundenen Schutzmaßnahmen bleibt die Versorgung mit Eiern auf Ibiza laut den großen Supermarktketten gesichert. In den betroffenen Gemeinden Vila, Sant Josep und Santa Eulària sowie auf Formentera wurde der Konfinement von Geflügel angeordnet, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.
Nach Informationen der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera versichern sowohl Eroski als auch Mercadona, dass kein Engpass beim Nachschub bestehe. Die meisten Eier stammen aus den Regionen Valencia und Alicante, ein weiterer Teil aus Mallorca.
Während die Versorgung stabil bleibt, steigen jedoch die Preise weiter deutlich an. In einigen Supermärkten kosten Bio-Eier bereits nahezu sechs Euro pro Dutzend, während große Eier ohne Bio-Siegel zwischen drei und vier Euro liegen. Laut dem Statistikamt INE sind die Eierpreise zwischen Januar und August 2025 um 15,7 % gestiegen, im August allein um 17,8 % – der höchste Anstieg im Lebensmittelbereich.
Das Agrarministerium meldet, dass die Erzeugerpreise seit 2020 um 110 % gestiegen seien – fast doppelt so stark wie im EU-Durchschnitt. Landwirtschaftsminister Luis Planas erklärte dazu, der Preisanstieg sei nicht allein auf die Vogelgrippe zurückzuführen, sondern auch auf eine gestiegene Nachfrage, da Eier als „gesundes Produkt“ gelten.
Für Verbraucher auf Ibiza und Formentera bedeutet das: Der teuerste Einkaufskorb Spaniens wird erneut belastet.
Der Inselrat von Ibiza (Consell Insular de Ibiza) hat zudem betont, wie wichtig es sei, die Präventions- und Biosicherheitsmaßnahmen zu verstärken, nachdem in mehreren europäischen Ländern sowie in Spanien neue Fälle der hochpathogenen Vogelgrippe (H5N1) gemeldet wurden.
Obwohl auf Ibiza bislang keine Infektionen festgestellt wurden, gelten in den Gemeinden Ibiza-Stadt, Santa Eulària und Sant Josep besondere Schutzmaßnahmen, da dort Feuchtgebiete existieren, in denen häufig Zugvögel rasten.
Zu den wichtigsten Vorschriften gehören:
- Verbot der Freilandhaltung von Geflügel.
- Wenn ein vollständiger Verschluss nicht möglich ist, müssen Netze oder Planen installiert werden, um Kontakt mit Wildvögeln zu verhindern.
- Futter und Wasser dürfen nur in geschützten Bereichen bereitgestellt werden.
Die Veterinärdienste des Consell de Ibiza rufen Landwirte, Geflügelhalter und Privatpersonen in Vila, Santa Eulària und Sant Josep auf, aufmerksam zu bleiben und verdächtige Symptome sofort zu melden. Bei Anzeichen wie plötzlichem Tod, Appetitlosigkeit, Schwellungen am Kopf oder neurologischen Störungen sollte umgehend ein Tierarzt oder der tierärztliche Gesundheitsdienst des Consell Insular informiert werden.
Zudem wird gewarnt, tote oder kranke Wildvögel nicht anzufassen und Fälle den zuständigen Behörden zu melden.











