
Auf Formentera haben die Dieselpreise bereits die Marke von zwei Euro pro Liter überschritten. Auch auf Ibiza nähern sich die Preise diesem Niveau, wodurch die Transportbranche zunehmend unter Druck gerät, wie die Tageszeitung Diario de Ibiza heute berichtet. Branchenvertreter warnen, dass bereits in der kommenden Woche Probleme entstehen könnten, falls keine staatlichen Maßnahmen folgen. Auslöser ist der deutliche Preisanstieg beim Kraftstoff infolge der internationalen Lage. Die Frachtpreise steigen, da seit Mitte März höhere Kosten im Seetransport anfallen, die direkt auf die Inselpreise durchschlagen. Vertreter warnen, dass Transporte zunehmend verlustbringend werden, da mit jedem gefahrenen Auftrag die Kosten weiter steigen. Hinzu kommen strukturelle Probleme wie fehlende Logistikflächen, hohe Betriebskosten und Personalmangel. Die steigenden Kosten wirken sich entlang der gesamten Lieferkette aus: von den Mineralölkonzernen über Reedereien und Transportunternehmen bis hin zu Kunden und Verbrauchern. Branchenvertreter gehen davon aus, dass letztlich alle Preise auf den Inseln weiter ansteigen werden.
Die Entwicklung trifft auch die Fahrschulen. Erste Anbieter haben ihre Preise bereits erhöht oder schließen weitere Anpassungen nicht aus. Die Branche wartet nun auf mögliche Hilfsmaßnahmen der Regierung, über die kurzfristig entschieden werden soll. Im Gespräch sind unter anderem Zuschüsse pro Fahrzeug sowie Entlastungen beim Kraftstoff. Sollte es keine ausreichende Unterstützung geben, werden Arbeitsniederlegungen und Proteste auch auf Ibiza nicht mehr ausgeschlossen.











