
Die Karfreitagsprozession „Santo Entierro“ in Ibiza konnte trotz umfangreicher Bauarbeiten stattfinden, war jedoch von erheblichen Sicherheitsproblemen und chaotischen Zuständen begleitet. Besonders entlang der Straße Balanzat kam es zu gefährlichen Situationen, da zahlreiche Zuschauer Absperrungen ignorierten. Trotz Kontrollen durch Polizei und Zivilschutz kletterten Besucher über die Zäune und betraten den Baustellenbereich mit offenen Gräben, Baumaterial und ungesicherten Stellen. Dort verfolgten auch Familien mit Kindern die Prozession, ohne das bestehende Unfallrisiko zu beachten, während Einsatzkräfte kaum noch Einfluss auf die Menschenmenge hatten. Bereits vor Beginn hatte der Bischof zur Ruhe aufgerufen und betont, es sei Zeit für Stille und Besinnung. Während der Liturgie wurde sogar die Tür der Kathedrale geschlossen, um dem äußeren Trubel entgegenzuwirken.
Auch der Ablauf der Prozession verzögerte sich erheblich. Einzelne Bruderschaften mussten lange warten, während andere nur langsam vorankamen. Engstellen im Streckenverlauf stellten zusätzliche Gefahren dar, sodass Zuschauer mehrfach zurückgedrängt werden mussten, um ein mögliches Unglück zu verhindern, so die Tageszeitung Diario de Ibiza. Der Verlauf zeige, dass bei künftigen Veranstaltungen dringend Verbesserungen bei der Organisation und der Zugangsregelung notwendig sind.
Anmerkung der Redaktion Wir waren natürlich für euch mittendrin unterwegs. Einen Eindruck der Feierlichkeiten bekommt ihr auf unseren Social-Media-Profilen @ibizalivereport












