Presseschau Plus -
News des Tages

Persönlichkeiten

Deutscher Straßengeiger verstorben

  • Weitersagen:
Ab9607e7 0f1a 4a50 92f8 E0249d09446f 16 9 Discover Aspect Ratio Default 0 X150y56 (1)
Standbild aus dem Dokumentarfilm „Geige“ von Xavi Herrero mit Justin Kullemberg in der Hauptrolle. / Foto: X. Herrero, Diario de Ibiza

Viele kannten ihn aus den Straßen von Vila: Mit seinem Geigenkasten auf dem Rücken zog Justin Kullemberg, genannt Justus, durch die Altstadt und spielte für Gäste auf Terrassen einige Stücke, um sich ein paar Münzen zu verdienen. Nun ist der gebürtige Deutsche verstorben, so die Tageszeitung Diario de Ibiza. Die Cáritas Diocesana de Ibiza, deren Angebot er nutzte, verabschiedete sich mit bewegenden Worten von ihm. Sein Geigenspiel sei weit mehr als nur Musik gewesen, erklärte die Organisation. Es sei seine Form gewesen, sich auszudrücken, Nähe zu schaffen und Momente voller Sensibilität und Menschlichkeit zu hinterlassen. Er werde stets Teil der Gemeinschaft bleiben.

Das Leben des Straßenmusikers porträtierte der Regisseur Xavi Herrero in dem Dokumentarfilm „Geige“. Der Film zeigt Justus als zentrale Figur einer winterlichen Insel – zwischen Randexistenz, Landschaft und Alltagsbeobachtungen. Ausgangspunkt war der Verlust seiner Brille und der Diebstahl seiner Violine, der einzigen Besitztümer, mit denen er seinen Lebensunterhalt bestritt.

Geboren in Hamburg, lebte Kullemberg zuvor in Berlin und Mallorca, bevor er 2008 nach Ibiza kam. Er blieb – nach eigenen Aussagen – wegen der Schönheit der Insel, des Klimas und vor allem wegen der Menschen. Der Regisseur beschrieb ihn als positiven und optimistischen Menschen, der sich bewusst für ein Leben am Rand der Gesellschaft entschieden habe. Als größte Schwierigkeit empfand er nicht das Leben ohne festen Wohnsitz, sondern die fehlende Privatsphäre zum Üben. In dem Film sprach er offen über seine familiären Konflikte, seine Beziehung zur Gesellschaft und seine persönliche Sicht auf das Leben – Gedanken, die der Regisseur als eine „Lehre des Existenzialismus“ bezeichnete.

Im Alltag war Justus vor allem in der Marina und auf der Plaza del Parque anzutreffen. Dort spielte er zwischen Cafés und Restaurants, suchte sich aber auch ruhige Ecken zum Proben. Neben dem Angebot der Cáritas ging er auch gern zur mobilen, sozialen Notfalleinheit (UMES) des Roten Kreuzes, wo er an manchen Abenden eine warme Mahlzeit erhielt – und gelegentlich erneut zur Geige griff. Mit seinem Tod verliert Ibiza eine stille, vertraute Figur des Stadtbildes – einen Musiker, der trotz schwieriger Lebensumstände nie aufhörte zu spielen, kommentiert die Tageszeitung.

 

Vielfältig

Das Neueste von den Inseln

Wo die Giganten singen

Wo die Giganten singen

Doch, wirklich: Das größte Tier des Mittelmeeres, der Finnwal, ist rund um die Inseln unterwegs. Sein Leben in der Tiefe birgt viele Geheimnisse, doch immer mehr werden gelöst. Vom „Walkorridor“… Weiterlesen

Adiós Tanit

Adiós Tanit

Bereits im Juni hatte Tanit unserem Gastautor Juan Suárez in einem sehr persönlichen Interview von seiner fortgeschrittenen, unheilbaren Krebserkrankung erzählt. Er wusste, dass ihm nicht mehr viel Zeit blieb. Umso… Weiterlesen

Nicht verpassen!

Mo12okt23:59Montags, 23.59 Uhr, Es Paradis Ibiza, Fiesta del Agua, Wasserparty

Mi14okt10:00Hippiemarkt - Punta Arabí

Mi14okt19:0023:59Namaste

Mi14okt23:59Mittwochs, 23.59 Uhr, Es Paradis Ibiza, The Most Beautiful Party

Do15okt(okt 15)21:00So18(okt 18)23:59JAZZ POINT IBIZA - Festival

Fr16okt10:0016, 17 & 18. Oktober, 7. Ibiza Wellness Weekend

Ibiza Live Radio

Unser aktuelles Magazin<br />
- jetzt gleich bestellen

Unser aktuelles Magazin
- jetzt gleich bestellen



Am besten abonnieren und mit viel Unterhaltung gleichzeitig gut informiert sein.