
Der französische Designer Philippe Starck hat seine spektakuläre Villa auf Formentera zum Verkauf angeboten. Wie die Tageszeitung Diario de Ibiza berichtet, wird die Immobilie über das Luxusimmobilienunternehmen Sotheby’s für 7,9 Millionen Euro vermarktet. Das Anwesen liegt in der Gegend von Cap de Barbaria direkt an einer Klippe und umfasst knapp 400 Quadratmeter Wohnfläche auf einem rund 37.000 Quadratmeter großen Grundstück. Zur Anlage gehören ein Haupthaus, ein Gästehaus, sechs Schlafzimmer, sechs Badezimmer sowie ein Swimmingpool. Laut der Beschreibung von Sotheby’s wurde das Haus Mitte der 1990er Jahre nach den Plänen des Designers errichtet und diente ihm über viele Jahre als persönliche Residenz. Die abgeschiedene Lage habe zudem einen wichtigen Teil seiner kreativen Inspiration geliefert. Ein privater Weg führt laut Verkaufsanzeige zu einem nahezu unberührten Strand mit kristallklarem Wasser. Die Kombination aus Privatsphäre und exklusiver Lage macht das Anwesen zu einer der außergewöhnlichsten Immobilien auf den Pityusen.
Die Villa war Teil eines Vortrags über berühmte Filmhäuser des Architekten und ehemaligen Lehrers der Escola d’Art d’Eivissa, Francisco Rocha Solé,. Der pensionierte Architekt, der seit 1979 auf Ibiza lebt, widmete sich dabei Gebäuden, die in Filmen nicht nur Kulisse, sondern echte Mitdarsteller der Handlung geworden sind. Er erzählte den Mitgliedern der Offiziellen Architektenkammer der Balearen die Geschichte hinter dem Designerhaus: auf Formentera: Als Vorbild diente die weltberühmte Casa Malaparte auf Capri. Das markante Gebäude auf einer Klippe wurde durch Jean-Luc Godards Film „Die Verachtung“ mit Brigitte Bardot und Michel Piccoli international bekannt. Philippe Starck bezeichnete das Haus einst als das schönste der Welt und schuf auf Formentera aeine eigene Interpretation mit großen Treppenanlagen und der charakteristischen Pompeji-Rot-Farbgebung.
Während seines fast zweistündigen Vortrags stellte Rocha insgesamt 23 Filme vor – von „Psycho“ über „Citizen Kane“ bis hin zu „Parasite“ und dem Animationsfilm „Oben“. Besonders faszinierte ihn dabei die Rolle der Architektur als erzählerisches Element und als Spiegel gesellschaftlicher Verhältnisse.
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