
Hier weitere spektakuläre Eindrücke des gestrigen Starkregens aus der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera.
In der Zone von Puig des Molins kam es zu einem Felssturz, bei dem Teile des Hangs auf zwei Hotels der Kette Vibra niederprasselten. Drei Menschen wurden leicht verletzt und mehr als 200 Touristen mussten evakuiert und in nahegelegene Hotels verlegt werden.
In der Bucht von Sa Caleta strömte ein schlammfarbener Strom aus Erde und Wasser ins Meer. Zahlreiche Straßen und Tunnel standen unter Wasser, mehr als 300 Liter Regen pro Quadratmeter führten zu monumentalen Staus, gesperrten Verkehrswegen und einem völligen Verkehrschaos. Besonders betroffen waren die Flughafenstraße sowie die Tunnel von Can Cifre und Puig d’en Valls.
Am Schulzentrum in Puig d’en Valls stürzte ein Teil der Umfassungsmauer ein und beschädigte mehrere parkende Fahrzeuge.
Schwer getroffen waren auch die Stadtviertel Es Viver und Ses Figueretes, wo Untergeschosse und Tiefgaragen komplett unter Wasser standen. In den Apartments Galaxia drang das Wasser bis auf einen halben Meter Höhe in die Wohnungen ein, Möbel und Einrichtungsgegenstände wurden zerstört. Viele Anwohner verbrachten Stunden damit, ihre Häuser notdürftig vom Wasser zu befreien.
Die Folgen des Unwetters waren überall sichtbar. In den besonders betroffenen Vierteln es Pratet und Calle Madrid in Ibiza – Stadt wurde die Zona Azul, die blaue Parkzone, aufgehoben, da Parken in den überfluteten Bereichen auch am heutigen Mittwoch noch unmöglich ist.
Über 1.000 Haushalte im Stadtgebiet von Ibiza waren ohne Strom.
Für Menschen ohne Unterkunft oder in prekären Wohnsituationen wurde die Messehalle geöffnet, um ihnen ein Dach über dem Kopf zu bieten, außerdem soll dort die Unidad Militar de Emergencias (UME), die staatliche Militäreinheit, die zur Hilfe gerufen wurde, untergebracht werden.
Der Unterricht an allen Schulen in Eivissa wurde am Mittwoch ausgesetzt, ebenso in Teilen von Sant Josep und Formentera.
Fachleute und Architekten aus Mallorca wurden hinzugezogen, um die Schäden an den Bildungseinrichtungen zu überprüfen. Unterdessen kam politische Kritik auf: Die Sozialisten warfen der balearischen Regierung mangelnde Vorbereitung und eine unklare Informationspolitik vor. Auch Lehrerverbände kritisierten, dass der Unterricht am Dienstag zunächst nicht sofort abgesagt worden war.
Die Promenade von Figueretas:
Schlammlawine in Sa Caleta:
Situation an einer Schule von Puig d´En Valls:










