
Die Niederschläge der vergangenen Monate haben Ibiza aus der Dürre-Alarmstufe geführt und dem landwirtschaftlichen Sektor spürbare Entlastung gebracht. Wie die Tageszeitung Diario de Ibiza berichtet, fielen im Jahr 2025 rund 800 Liter pro Quadratmeter – fast doppelt so viel wie im Vorjahr – und sichern die Wasserversorgung kurzfristig. Nach Einschätzung des Leiters der Landwirtschaft des Inselrats, Joan Marí, reichen die aktuellen Wasserreserven aus, um die nächsten zwei bis drei Bewässerungssaisons zu bewältigen. Gleichzeitig werde davor gewarnt, die Situation zu unterschätzen, da eine Übernutzung der Aquifere weiterhin ein Risiko darstelle. Auch aus dem Agrarsektor wird zur Vorsicht gemahnt. Zwar seien die Aussichten derzeit gut, doch könne eine unkontrollierte Wasserentnahme im Sommer dazu führen, dass die Grundwasserspiegel erneut sinken.
Im vergangenen Sommer hatten die Wasserstände ein kritisches Niveau erreicht, nachdem Ibiza sich bereits seit 2022 in einer Phase der Dürre-Vorwarnung befand. Nach dem Sommer rutschte die Insel in die Alarmstufe, ehe die Regenfälle im Herbst eine Wende brachten. Entscheidend seien vor allem die gleichmäßigen Niederschläge im November und Dezember gewesen, durch die sich die Böden nachhaltig sättigten. Aktuelle Daten deuten darauf hin, dass die Wasserreserven wieder über 50 Prozent liegen könnten und damit den Bereich der Normalität erreichen. Trotz dieser Entwicklung wird betont, dass die Wasserentnahme weiterhin kontrolliert und ergänzend auf entsalztes und aufbereitetes Wasser zurückgegriffen werden müsse, unter anderem durch den Ausbau der Entsalzungsanlage von Santa Eulària.














