
Der Krieg im Nahen Osten treibt auf den Balearen die Treibstoffpreise nach oben und sorgt für wachsende wirtschaftliche Sorgen in mehreren Branchen. Die Regionalregierung arbeitet deshalb an einem Maßnahmenpaket, das mögliche Folgen für Unternehmen und Haushalte abfedern soll. Konkrete Hilfen sind bislang jedoch noch nicht beschlossen. Vertreter von Wirtschaft und Gewerkschaften sprechen laut der Tageszeitung Diario de Ibiza von einem Klima großer Unsicherheit, da derzeit nicht absehbar ist, wie lange der Konflikt dauern wird und welche wirtschaftlichen Auswirkungen er auf die Inseln haben könnte.
Besonders stark betroffen sind Transportgewerbe und Fischerei. Vertreter der Transportbranche warnen sogar vor möglichen Streiks zum Beginn der Tourismussaison, sollte es keine staatlichen Ausgleichszahlungen für den stark gestiegenen Dieselpreis geben. Ezequiel Horrach, Präsident des balearischen Verbandes für Gütertransport, bezeichnet die aktuellen Treibstoffpreise als für den Sektor kaum noch tragbar. Sollte es keine Kompensationen wie während des Ukrainekriegs geben, könnten die Unternehmen ihre Arbeit zeitweise einstellen. Der Verband fordert unter anderem eine finanzielle Unterstützung pro Fahrzeug sowie zusätzliche Zuschüsse für den Treibstoffverbrauch.
Auch die Fischer auf Ibiza spüren die Folgen der steigenden Treibstoffpreise deutlich. Nach Angaben der Fischerzunft hat sich der Preis für Diesel innerhalb kurzer Zeit massiv erhöht. Einige Fischer überlegen daher, ihre Fanggebiete näher an der Küste zu verlegen, um weniger Treibstoff zu verbrauchen. Gleichzeitig hofft der Sektor ebenfalls auf staatliche Hilfen, da Treibstoffkosten ein unverzichtbarer Bestandteil ihrer Arbeit sind. Trotz der angespannten Lage gibt es jedoch auch einen Lichtblick: Die aktuellen Fänge von Tintenfischen (Sepia) sind bislang sehr gut und sorgen im Fischereisektor für vorsichtigen Optimismus.











