
Wie die Tageszeitung Diario de Ibiza informiert, ruft der Mieterverband von Ibiza und Formentera die Bevölkerung auf, sich gegen die drastisch steigenden Mietpreise auf den Inseln zu wehren. Eine Demonstration unter dem Motto „Schluss mit dem Wohnungsgeschäft“ ist für den 5. April um 12 Uhr vor dem Consell de Ibiza geplant. Gleichzeitig werden ähnliche Proteste in anderen betroffenen Regionen Spaniens stattfinden.
Forderungen der Demonstranten:
- Senkung der Mieten um 50 %: Die aktuellen Mietpreise seien nicht tragbar und würden Millionen von Menschen in finanzielle Not bringen.
- Unbefristete Mietverträge: Viele Mieter würden alle 5 bis 7 Jahre aus ihren Wohnungen gedrängt, um Mieterhöhungen durchzusetzen. Dies führe zu einer versteckten Welle von Zwangsräumungen.
- Rückführung leerstehender, touristisch genutzter und saisonal vermieteter Wohnungen in den regulären Mietmarkt.
- Verbot spekulativer Wohnungsankäufe: Immobilien dürften keine reine Kapitalanlage sein, sondern müssten zum Wohnen genutzt werden.
- Auflösung privater „Räumungstrupps“: Der Einsatz von privaten Sicherheitsgruppen zur illegalen Vertreibung von Mietern solle unterbunden werden.
- Ausbau des öffentlichen Wohnungsbestands: Statt Neubauten zu forcieren, solle der Bestand der Bankenimmobilien in den sozialen Wohnungsmarkt integriert werden.
Die Organisatoren erklären, dass der Protest den Druck auf die Regierung erhöhen soll, damit bezahlbares Wohnen nicht länger ein Luxus, sondern ein Grundrecht bleibe.










