
Die Gemeinde Sant Josep kündigte an, dass der Zugang zu dem wichtigen Aussichtspunkt auf die Insel Es Vedrà ab diesem Sommer nur noch gegen Gebühr möglich sein wird, sobald die laufenden Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern abgeschlossen sind.
Die Fläche umfasst rund 7.000 Quadratmeter und bietet Platz für etwa 200 Fahrzeuge. Es handelt sich um den einzigen offiziell ausgewiesenen Parkplatz in diesem Bereich der Westküste. Dennoch stellen Besucher ihre Autos weiterhin häufig in nicht erlaubten Bereichen ab – ein anhaltendes Problem, während die Umstellung vorbereitet wird. Zudem gelangen weiterhin zahlreiche Menschen zur Finca s’Era des Mataret, obwohl die Zugänge sowohl für Fahrzeuge als auch für Fußgänger gesperrt sind. Das Gelände zählt zu den bekanntesten Aussichtspunkten für den Sonnenuntergang vor Es Vedrà. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Eigentümerschaft den Zugang geschlossen, um der zunehmenden Überlastung entgegenzuwirken.
Die geplante Einführung eines Bezahlsystems geht auf eine temporäre Vereinbarung zurück, die die Gemeinde bereits im Vorjahr übernommen hatte. Grundlage dafür ist eine Genehmigung der zuständigen Inselkommission, die nach jahrelangen Verfahren die Nutzung im öffentlichen Interesse ermöglicht. Der genaue Preis soll dabei in Abstimmung mit der Gemeinde festgelegt werden, um eine öffentliche Kontrolle sicherzustellen. Unter Besuchern gehen die Meinungen auseinander. Während einige die Maßnahme als sinnvoll betrachten, um Ordnung zu schaffen und Parkplatzsuche zu vermeiden, lehnen andere Gebühren in einem Naturgebiet grundsätzlich ab. Auch fehlende Beschilderungen zu Aussichtspunkten werden kritisiert. Wie die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera berichtet, weist die Eigentümerschaft jedoch darauf hin, dass es sich um Privatgelände handele und keine Verpflichtung zur touristischen Erschließung besteht.












