
In Cala de Bou wächst der Unmut über die steigende Kriminalität. Ein großer Zusammenschluss von Anwohnern berichtet von immer häufigeren Diebstählen und Einbrüchen, eine Entwicklung, die nach ihren Angaben vor rund zwei Jahren begann und sich in den vergangenen Wochen deutlich verschärft hat. Wie die Tageszeitung Diario de Ibiza beschreibt, hat sich aus der Sorge eine aktive Nachbarschaftsgruppe gebildet.
Über WhatsApp vernetzen sich inzwischen rund 50 Bewohner in einer Gruppe, die sie ironisch „Cala de Bronx“ nennen – als Hinweis auf das aus ihrer Sicht stark belastete Sicherheitsgefühl im Viertel. Viele Betroffene schildern Fälle aufgebrochener Autos, gestohlener Wertgegenstände und Situationen, in denen Täter sich ungehindert durch Wohnanlagen bewegten.
Besonders große Frustration herrscht nach Videoaufnahmen eines Einbruchs, bei dem ein Dieb minutenlang Autos ausspähte und schließlich eine Tasche mit einem Laptop entwendete. Trotz Hinweisen und Aufnahmen fühlen sich viele Anwohner von den Behörden nur eingeschränkt geschützt.
Einige berichten sogar von direkten Konfrontationen: So schildert eine Bewohnerin, wie ein Unbekannter versuchte, ihrem Mann die Tasche aus dem Auto zu reißen, während sie selbst noch im Fahrzeug saßen. Die Situation hinterließ bei einer Mitfahrerin deutliche Angst.
Weitere Vorfälle reichen von vandalisierten Mietwagen über gestohlene Fahrräder bis hin zu beschädigten Autoteilen. In der Nachbarschaft wächst die Sorge, dass die Sicherheitslage auf Ibiza – lange als besonders ruhig geltend – sich spürbar verändert.
Viele Anwohner fordern nun verstärkte Maßnahmen der Behörden und eine bessere Präsenz der Sicherheitskräfte, um das Vertrauen im Viertel wiederherzustellen.












