
Die Gemeinde Sant Josep kann derzeit nicht zusichern, dass der Strand es Bol Nou, auch bekannt als Sa Caleta, im kommenden Sommer wieder geöffnet wird. Zwar gibt sich das Rathaus vorsichtig optimistisch, doch eine verbindliche Zusage gibt es laut der Tageszeitung Diario de Ibiza nicht.
Der Strand ist seit dem 26. April 2025 wegen Steinschlag- und Einsturzgefahr für die Öffentlichkeit gesperrt. Damals hatte Bürgermeister Vicent Roig die Maßnahme als dringend notwendig bezeichnet: Die Sicherheit der Badegäste müsse gewährleistet werden. Fast neun Monate nach der Schließung einer der meistbesuchten Buchten des Gemeindegebiets sind bislang keine wesentlichen Fortschritte erzielt worden. Der Zugang zum Strand und zum Meer ist weiterhin durch eine Holzabsperrung versperrt, die in vier Sprachen auf die Gefahr von Erdrutschen hinweist. Das Rathaus bestätigt gegenüber der Tageszeitung, dass inzwischen ein Ausführungsprojekt vorliegt, dieses jedoch noch einer internen Prüfung unterzogen werde. Anschließend müssten die zuständigen Behörden – der Naturpark sowie die Küstenschutzbehörde – ihre Zustimmung erteilen. Erst danach könne das Ausschreibungsverfahren beginnen. Die vorgesehenen Arbeiten zielen darauf ab, die offensichtlichsten Gefahren zu beseitigen, entsprechend den Gutachten der Küstenschutzbehörde. Trotz aller Maßnahmen betont die Gemeinde jedoch, dass an diesem Küstenabschnitt – wie auch an anderen Stellen des Gemeindegebiets – ein Restrisiko bestehen bleibe. Erst nach Abschluss der Prüfungen könne über eine mögliche Wiedereröffnung entschieden werden. Bis dahin bleibe sa Caleta abgesperrt.
In den vergangenen Monaten haben zahlreiche Personen die Absperrungen missachtet, insbesondere während des letzten Sommers. Allein am 27. Juli 2025 musste die Lokalpolizei rund 50 Personen vom Strand verweisen, die trotz klarer Verbotsschilder die Holzbarriere überwunden hatten. Diese Einsätze waren keine Ausnahme. Jordi Cardona, Betreiber des einzigen Restaurants in der Umgebung, Sa Caleta, berichtete bereits im August, dass die Polizei oft eingreifen müsse, um Personen vom Strand zu entfernen. Auch die Gemeinde warnt: Die Lokalpolizei schreite ein, wann immer Verstöße festgestellt würden.










