
An der Playa de Migjorn auf Formentera wurden zwei Exemplare des Blauen Drachen (Glaucus atlanticus) entdeckt. Laut Informationen der Tageszeitung Diario de Ibiza wurde der Fund vom Koordinator des Rettungsdienstes der Insel, Marco Lage, in einem Interview mit Ràdio Illa bestätigt.
Das nur drei bis vier Zentimeter große Meeresmolluskum fällt durch seine intensive blaue Färbung und elegante Form auf. Dennoch gilt Vorsicht: Der Kontakt mit der Haut kann schmerzhafte Verletzungen verursachen – darunter Entzündungen, Blasen, Übelkeit oder im schlimmsten Fall schwere allergische Reaktionen. Selbst tote Tiere am Strand können bei Berührung gefährlich sein.
Normalerweise lebt die Fadenschnecke in den warmen Gewässern des Atlantiks und Indischen Ozeans. Erst seit 2021 wird sie wieder im Mittelmeer dokumentiert. Der Botaniker Johann Philipp Breyne hat das Tier bereits 1705 vor Ibiza beschrieben. Fachleute vermuten, dass steigende Wassertemperaturen sein erneutes Auftreten erklären könnten.
Marco Lage betonte, dass bei weiteren Sichtungen sofort der Notruf 112 zu informieren sei. Wichtig sei, Abstand zu halten und jeglichen Kontakt zu vermeiden. Im Falle einer Verletzung raten die Rettungskräfte, die betroffene Stelle mit Meerwasser zu spülen und ein kaltes Tuch aufzulegen – allerdings niemals Eis, Essig oder Alkohol zu verwenden. Verschlimmern sich die Symptome, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.











