
Der Stadtrat von Eivissa bittet die Bewohner eindringlich, die Enten im Parque de la Paz nicht mehr zu füttern. Wie die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera berichtet, erklärte der Stadtrat für Tierschutz, Manuel Jiménez, dass sich diese Gewohnheit zwar längst zu einer Tradition entwickelt habe, sie jedoch erhebliche Hygieneprobleme verursache. „Das Brot, das die Tiere nicht fressen, wird zu einem Nährboden für Kakerlaken, Ratten und Tauben“, warnte Jiménez.
Die derzeitige Entenpopulation im Park umfasst nur noch 15 Exemplare, die von den städtischen Tierärzten überwacht werden. Zu Jahresbeginn waren es noch 40 gewesen. Eine zu große Zahl an Enten könne das ökologische Gleichgewicht des Parks gefährden, das Gelände beschädigen und die Tiere selbst in Gefahr bringen – etwa durch Hundeangriffe.
Jiménez stellte außerdem klar, dass die Enten nicht vom Rathaus ausgesetzt wurden. Vielmehr hätten Bürger in der Vergangenheit immer wieder Tiere im Park zurückgelassen – darunter auch Schildkröten der invasiven Art Galápago, die inzwischen regelmäßig im Teich gefunden werden. „Das Aussetzen von Tieren im öffentlichen Raum ist gesetzlich verboten“, betonte der Stadtrat.
Alle aufgefundenen Tiere werden an das COFIB (Zentrum für den Erhalt der Tierarten auf den Balearen) übergeben. Der Teich werde demnächst – wie jedes Jahr – zur Reinigung geleert, so Jiménez. „Ich fürchte, wir werden dann wieder Schildkröten und Fische finden, die dort einfach ausgesetzt wurden. Die Menschen müssen verantwortungsvoll mit ihren Haustieren umgehen“, appellierte er abschließend.













