
Die renommierte Biologin und Professorin Antònia Maria Cirer sprach in einem Interview mit der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera über die dramatischen Folgen der eingeschleppten Schlangenpopulation auf Ibiza. Sie kritisierte, dass die Verbreitung dieser invasiven Art durch Nachlässigkeit begünstigt wurde, die sie als „unverzeihlich“ bezeichnete.
Cirer, die eine Freiwilligeninitiative zur Rettung der Ibiza-Eidechse ins Leben gerufen hat, erklärte, dass diese Tiere einst eine zentrale Rolle im ökologischen Gleichgewicht der Insel spielten. „Früher mussten die Landwirte auf Ibiza kaum Pestizide einsetzen, da die Eidechsen natürlich Schädlinge regulierten. Doch nun sind sie durch invasive Schlangenarten massiv bedroht“, so Cirer.
Sie sieht jedoch noch Hoffnung: „Wir können das Ruder herumreißen!“ Laut der Wissenschaftlerin könne man durch massive Eindämmungsmaßnahmen und das Schaffen von geschützten Reservaten die Eidechsen retten. Besonders wichtig sei es, mit zahlreichen Fallen die Schlangenpopulation drastisch zu reduzieren.
Cirer betont zudem, dass zunehmend wohlhabende ausländische Bewohner Ibizas bereit seien, privat in solche Maßnahmen zu investieren. „Jetzt ist es an der Zeit, zu handeln! Wenn wir nicht schnell reagieren, sind die Eidechsen in wenigen Jahren verschwunden.“














