
Die Sonnenfinsternis ist auf Ibiza und Formentera deutlich ruhiger verlaufen als befürchtet. Wie die Tageszeitung Diario de Ibiza berichtet, wurden lediglich zwei Augenverletzungen im Zusammenhang mit der Beobachtung des Himmelsereignisses registriert – eine in einem Gesundheitszentrum auf Ibiza und eine im Krankenhaus von Formentera. Entgegen den Erwartungen ging die Zahl der Notfälle am Tag der Finsternis sogar deutlich zurück. In den Krankenhäusern und Gesundheitszentren der Pityusen wurden rund 35 Prozent weniger Patienten behandelt als am Vortag. Auch auf den übrigen Balearen sank die Zahl der Notaufnahmen. Das Gesundheitsministerium hatte vorsorglich zusätzliches Personal in Krankenhäusern, Gesundheitszentren und beim Rettungsdienst eingesetzt. Nach Angaben der Verantwortlichen verlief der Tag ohne nennenswerte Zwischenfälle, auch dank des vorbildlichen Verhaltens der Bevölkerung.
Während Tausende den Himmel beobachteten, kamen dort drei Babys zur Welt. Besonders bemerkenswert: Zwei der Neugeborenen stehen in direktem Zusammenhang mit dem Namen Luna. Ein Junge wurde von einer Mutter namens Luna geboren, wenige Stunden später erhielt ein per Kaiserschnitt geborenes Mädchen ebenfalls den Namen Luna.
Auch die Redaktion der Tageszeitung Diario de Ibiza hebt in einem Kommentar hervor, dass sich die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen bewährt hätten und die Sonnenfinsternis für Ibiza und Formentera zu einem historischen, aber zugleich friedlichen Ereignis geworden sei.
Das Ereignis hat vor allem den Betrieben an Ibizas westlicher Küste einen außergewöhnlichen Umsatzschub beschert. Die Lokale in Sant Antoni und entlang der Küste waren teilweise doppelt so stark ausgelastet wie gewöhnlich. Nach Einschätzung von Miquel Tur, Eigentümer des Aquárium des Cap Blanc, dürften einige Betriebe ihre Einnahmen verdoppelt oder sogar verdreifacht haben. Besonders voll war es in ses Variades. Im Café Mambo wurden Tische bereits rund zwei Wochen im Voraus reserviert. Ins Space kamen auffällig viele Familien, ältere Besucher und Menschen, die normalerweise nicht zu den typischen Restaurant- oder Partygästen gehören. Trotz des großen Besucherandrangs funktionierte der Betrieb weitgehend reibungslos, auch wenn der Service zwischen den Menschenmengen zeitweise schwierig war. Auch in Benirràs meldeten der Liegenverleih und das Restaurant 2000 den bislang stärksten Tag des Sommers.










