
Die spanische Nationalpolizei hat eine mutmaßliche Betrügerbande zerschlagen, die mit der als „Sohn in Not“-Masche rund drei Millionen Euro erbeutet haben soll. Nach Angaben der Ermittler wurden zehn Verdächtige in Valencia und auf Ibiza festgenommen, sechs von ihnen sitzen bereits in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen laufen , weitere Festnahmen werden nicht ausgeschlossen. Die Organisation soll mehr als 500 Anzeigen verursacht und Opfer in ganz Spanien um ihr Geld gebracht haben. Die Täter verschickten massenhaft Nachrichten, in denen sie sich als nahe Angehörige mit neuer Telefonnummer ausgaben und dringend um Geld baten. Die Ermittler werteten mehr als 500.000 Datensätze aus und deckten eine klar strukturierte kriminelle Organisation mit festen Aufgabenbereichen auf. Nach Informationen der Tageszeitung Diario de Ibiza wurde ein Teil der Betrugsgewinne über Firmen verschleiert, die in der Sommersaison Luxusfahrzeuge auf Ibiza vermieteten. Die Bande soll an einzelnen Vormittagen bis zu 100.000 Euro eingenommen haben. Bei Durchsuchungen in Valencia und auf den Balearen stellten die Beamten 20 Luxusfahrzeuge, Bargeld, Schmuck, Mobiltelefone, Computertechnik sowie Drogen sicher. Außerdem wurden Bankkonten und zwei Immobilien eingefroren. Den Festgenommenen werden die Bildung einer kriminellen Vereinigung, Betrug und Geldwäsche vorgeworfen.











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