
Eine Verlobungsfeier auf einem öffentlichen Platz im historischen Viertel sa Penya in Ibiza hat bei einigen Anwohnern Diskussionen ausgelöst, so die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera. Nach Angaben mehrerer Bewohner fand am vergangenen Samstag auf der Plaza de sa Drassaneta eine Feier statt, die sich ihrer Darstellung nach zu einer großen Menschenansammlung ohne Kontrolle entwickelte. Einige Anwohner stellten zudem die Frage, ob für die Veranstaltung eine Genehmigung der Stadtverwaltung vorlag. Der Präsident der Nachbarschaftsvereinigung von sa Penya, Lucho Brieva, wies diese Kritik jedoch entschieden zurück. Es habe sich um eine traditionelle Verlobungszeremonie einer Roma‑Familie gehandelt, bei der der junge Mann offiziell um das Recht bittet, die Tochter zu umwerben. Nach seiner Darstellung verlief die Feier ruhig und ohne Zwischenfälle. Familien und Kinder hätten bei Musik friedlich gefeiert, gespielt worden sei Rumba Gitana. Brieva betonte, dass es sich um eine kulturelle Tradition handle, bei der die Frau dreimal gefragt werde, ob sie den Antrag akzeptiere. Einige Anwohner kritisierten jedoch grundsätzlich, dass öffentliche Plätze für private Feiern genutzt würden. Andere Stimmen im Viertel verteidigten dagegen die Veranstaltung und bezeichneten sie als friedliche Familienfeier.












