
Anwohner und Arbeiter in den Bereichen es Botafoc, s’Illa Plana, Talamanca sowie entlang des Paseo Marítimo von Ibiza klagen über die massive Belastung durch den Rauch aus den Schornsteinen von Kreuzfahrtschiffen und großen Fährschiffen. Laut der Tageszeitung Diario de Ibiza leiden die Betroffenen fast täglich unter dieser Situation.
Am vergangenen Mittwoch lagen gleich zwei große Kreuzfahrtschiffe, die MSC Grandiosa und die Costa Toscana, sowie das Fährschiff Ciudad de Granada gleichzeitig im Hafen von es Botafoc. Die Schiffe der Reederei Virgin, die regelmäßig in Ibiza anlegen, seien nach Aussagen von Arbeitern die schlimmsten Verursacher.
Auf den Bildern und Videos, die die Tageszeitung dokumentiert hat, sind deutliche Rauchschwaden zu sehen, die aus den Schornsteinen der Schiffe aufsteigen – mal schwarz, mal weiß. Je nach Windrichtung ziehen die Abgase direkt über die Stadt und beeinträchtigen so die Lebensqualität von Bewohnern und Beschäftigten.
Viele klagen darüber, dass der Gestank kaum auszuhalten sei und man nicht wisse, welche Stoffe man einatme – und ob diese möglicherweise gesundheitsgefährdend seien.
Die Hafenbehörde erklärte auf Anfrage der Tageszeitung, dass in allen Balearen-Häfen Sensoren installiert seien, die alle zehn Minuten Daten zur Luftqualität liefern. Diese Ergebnisse können auf der Webseite www.portsdebalears.com eingesehen werden. Nach den Angaben der Behörde war die Luftqualität in den letzten sieben Tagen im Hafen von Ibiza überwiegend „gut“. Lediglich beim Ozon wurde der Wert als „angemessen gut“ eingestuft.
Anders sieht es jedoch auf Formentera aus: Dort weise das Messsystem der Hafenbehörde in La Savina für Stickstoffdioxid (NO2) einen „ungünstigen“ Wert aus. Beim Ozon liege der Wert im Bereich „angemessen gut“, während das Schwefeldioxidwert sogar als „außerhalb des zulässigen Bereichs“ eingestuft wird – ein alarmierendes Ergebnis.












